Donnerstag, 4. Dezember 2014

Up and Rising - 2015

An dieser Stelle möchte ich mal beginnen, Grundlagen zu legen ... fürs nächste Jahr - nicht ohne das bald vergangene kurz für mich zu reflektieren.

Meine Leitsätze für 2014 habe ich ... teilweise umsetzen können. Nicht in dem erhofften Maß - aber anders.

- Achtsamkeit mir selbst gegenüber und Selbstfürsorge konsequent umsetzen
Ja doch, ein bisschen schon. Naja, im Vergleich zu früher doch recht ordentlich. Kleiner Haken an der Sache: ich habe dabei eher aus dem Bauch heraus gehandelt, gefühlsmäßig, intuitiv, aus einem Selbsterhaltungstrieb heraus und wenig strukturiert. Das ist ein Ansatz, an dem ich weiter arbeiten kann und muss - mehr Struktur.

- Durchhaltevermögen und Selbstdisziplin lernen
Naja, fragt sich nach der Sinnhaftigkeit dieses Leitsatzes in dieser Form. Vielleicht suche ich mir fürs kommende Jahr ZWEI Ansätze heraus, die ich konsequent durchziehen möchte. Ganz klar: Sport und Ernährung. Die Grundlagen hierfür habe ich in diesem Jahr schon gelegt, 2015 kann ich diese weiter ausbauen.

- "Das weiße Blatt - Tabula Rasa 2.0"
Ja doch ... läuft gut! Inzwischen habe ich dieses gigantisch große Fass-Haus ohne Boden neu eingerichtet, mit weniger gestaltet. Ziel war eigentlich, zum 31.12.2014 fertig zu sein - aber das war zugegebenermaßen ein utopisches Ziel. Komplett fertig sind die beiden Kinderzimmer, mein zukünftiges Arbeitszimmer so gut wie (es fehlen nur noch kleine Details und eine Jalousie). Für 2015 nehme ich mir dann quasi 'den Rest' vor: mein Zimmer und den Hobbyraum, letzterer ein major desaster. Nun ja, wir werden sehen .... .

- "Year of the Boomerang - You get what you give"
Nun hat sich ja aufgrund der Umstände im vergangenen Jahr die Spreu arg vom Weizen getrennt. Und die Situation damit massiv vereinfacht. Ich habe im vergangenen Jahr gelernt, wer zu mir und uns steht - und wer eben nicht. Es gilt, mein Augenmerk auf diejenigen zu richten, die zu uns gestanden haben, und da sind. Ganz einfach. Das schließt andere Menschen nicht aus, setzt aber einen Schwerpunkt, der mir gut tut. Jeder, der neu dazustößt oder wieder auftaucht, ist herzlich willkommen.

Noch habe ich keine Leitsätze fürs kommende Jahr definiert. Vielleicht fange ich einfach mal mit dem Sammeln meiner Wünschen an, aus denen heraus ich dann formuliere, was ich mir vornehme, was mir wichtig ist.
Fürs kommende Jahr werde ich mein Blog auf ein paar grundlegende Eckpfeiler aufbauen, vielleicht gelingt mir so, mich noch besser auf dieses und jenes zu konzentrieren, somit Struktur hinein zu bringen, und noch schneller voranzukommen.

Mittwoch, 3. Dezember 2014

Benebelt

Nachtrag von gestern:

Heute war es so weit. Endlich die OP vor der ich mich viel zu lange erfolgreich gedrückt habe.
Endlich? Zum Schluss war der Leidensdruck wesentlich größer als die Angst vor den Schmerzen.
Die Angst vor dieser OP war (!) die größte Angst, die ich seit Jahren hatte. Noch größer als Kinderkriegen. Inzwischen habe ich ja Beelzebebi. Der Witz, das Makabre oder vielleicht Traurige ist: Ich kann 'Gefahren' rational ganz gut einschätzen. Angst ist bei mir zu 99,9% tatsächlich 'begründet'. Nicht, dass sie bei anderen Menschen nicht begründet wäre, mit self-fulfilling prophecy hat das auch nichts zu tun. 
Vielleicht habe ich seit der Sache mit Beelzebebi's Vater eine Art Leck-Mich-Am-Arsch-Mentalität entwickelt. Vielleicht entwickelt man eine Art Endzeit-Mut, wenn man 'nichts mehr zu verlieren hat' (Stop, habe ich!) oder: wenn man schon dermaßen viel verloren hat, oder so etwas wie "auf die Schmerzen kommt's nun auch nicht mehr an' - gut möglich. Vielleicht möchte ich auch einfach nur mein Leben geklärt haben und packe es nun Stück für Stück an.
Jedenfalls habe ich's vor wenigen Wochen getan - alle Angst überwunden, zum Arzt gegangen ... . Heute dann endlich die OP. Nicht ohne einen weiteren Stock zwischen die Füße geworfen zu bekommen, so stand das 'Projekt' kurze Zeit lang auf der Kippe.
Das Letzte, was ich mitbekam, war, wie der Anästhesist fragte, ob ich aufgeregt sei, aber in meinem Kopf hörte ich den ganzen Tag nur "Votre toast, je peux vous le rendre", die weltberühmte "Toreador"-Arie aus "Carmen" von George Bizet. Mein "Kampf-Lied" immer, für die schwierigsten zu meisternden Situationen. "Toreador, en garde, toreador! toreador!" Und dann: tout en coup en fait silence ....... .
Die Stunden direkt danach war ich noch in einer Art 'benebeltem High' durch die Tatsache, dass es endlich geschafft ist. Nun bin ich einfach nur noch platt, kaputt, müde und ... aua. Baustelle 1 muss jetzt nur noch heilen. Bleiben Baustellen 2 und 3, körpermäßig. Morgen nachsehen, was die Nieren machen. Am Freitag zwei Stunden Arbeit. Mal sehen, ob ich das schon packen werde, ich habe mir das offen gehalten. Eigentlich habe ich heute ja eine Woche Bettruhe verschrieben bekommen ................... . Mal sehen. Zumindest morgen werde ich diese auf jeden Fall nutzen. Mit der Operation heute habe ich eine Chance bekommen, die ich nutzen muss! Mein Körper kämpft gerade akut an drei verschiedenen Baustellen - großen Baustellen, also acht geben!!

Heute für die Zeit der OP hatte ich Hilfe, und auch den Abend bei mir zu Hause "Betreutes Wohnen" - Fridolin wurde versorgt und ins Bett gebracht, Bebi mir teilweise abgenommen, so dass ich gut ausruhen konnte. Wenngleich mir ehrlich gesagt schon schwer fällt, Hilfe anzunehmen, und mich tatsächlich auszuruhen. Jemanden belästigen und in jemandes Schuld stehen ... schwieriges Thema.

Und Fridolin ... so ultrasüß ... hielt den ganzen Nachhauseweg meine Hand. Überhaupt ist er nach den letzten stressigen Wochen dieser Tage wieder ganz ruhig geworden. <333

Ende für jetzt.

Dienstag, 2. Dezember 2014

Vor einem Jahr ...

Vor einem Jahr ...

... bekam ich von meiner alten Frauenärztin eine Überweisung in die Abtreibungsklinik
... saß ich komplett benebelt in einer "Beratungsstelle", und bekam sämtliche Möglichkeiten aufgezeigt, mich selbst zu töten.
... gab mir Beelzebebi's Erzeuger 290 € in die Hand.
... wurde ich bedroht, was geschehen würde, sollte ich schwanger bleiben.
... lernte ich, wer in der absoluten Not zu mir steht
... und wer nicht.
... war ich dem Tod näher als dem Leben.
... habe ich in letzter Sekunde die Reißleine gezogen.

Mein Baby abzutreiben hätte ich nicht überlebt. Ganz profan.

Schneeregen

Babymassage - heute. Fällt aus.
Babytreffen - heute. Fällt aus.
Beelze krank. Mit Bett.
Traurig.
Da nicht hingehen zu können, zieht mich noch mehr runter, als einfach 'bloß' krank zu sein.
Gestern Nieren-Arzt.
Auf den ersten Blick nicht so schlimm wie befürchtet.
Trotzdem sakrische Schmerzen.
Und nicht die Ursache für die Schmerzen.
Nächste große Baustelle.
Anderer Arzt.
Morgen längst überfällige große OP.
Mal sehen, was sich dadurch ändert.
OB sich etwas ändert.
Erst mal große Angst vor den Schmerzen.

Montag, 1. Dezember 2014

Schlaflos

Sie hat angerufen, gestern Abend, und auf den Anrufbeantworter gesprochen.
Sie würde so gerne mit mir/uns/Fridolin.
Jaja, schon klar.
Mit mir Monster?!
Ich kann nicht.

Zum Glück ist Bebi ein Mädchen geworden, als Junge sähe sie Hannes wohl noch viel ähnlicher.
Oder seinem Sohn. Bebi hat, außer Fridolin, noch einen zweiten Halbbruder. Hannes' Sohn aus dessen erster Ehe. Unwesentlich jünger als Fridolin. Eine äußerliche Ähnlichkeit Beelzebebi's zu ihm wären vermutlich schwerer zu ertragen, als wenn sie allein durch die Tatsache, dass sie ein Mädchen ist, anders aussieht.

Mir ist abartig schlecht. Ich habe Bauchweh ohne Ende. Viel zu viele Gedanken in meinem Kopf.
Vermutlich tun die Nieren weh, keine Zeit, in mich hinein zu spüren.
Keine Zeit, einen Gang runter zu schalten.
Am Mittwoch habe ich meine OP. Mal sehen, wie lange ich dann schmerzbedingt ausfalle.
Mal sehen, ob sich in meinem Körper etwas in eine gute Richtung ändert.