Montag, 8. Juni 2015

Singing in the Rain

So nun ... heute erster Arbeitstag seit ... naja, einer Woche. Nachdem ich gestern geschafft hatte, zeitig ins Bett zu gehen, war Auwachen heute um 5.30 h nicht allzu dramatisch, zumal ich für heute morgen auch schon alles vorbereitet hatte.

Bub kam gut aus dem Bett, Bebi auch. Zum Frühstück gab's Kohlenhydrate von gestern für den Bub, Wassermelone für mich. Vor der Arbeit habe ich dann noch schnell 
- ein paar offene Rechnungen beglichen,
- ein paar anständige Oberteile für mich bestellt - durch meine Gewichts-Aufs-und-Abs habe ich irgendwie nie was Gescheites im Kleiderschrank
- bei Kilenda neue Klamotten fürs Bebi bestellt, dann kann ich die anderen Sachen zurück schicken

Heute Regenwetter ... kurz nachdem ich den Bub in die Schule geschickt habe, festgestellt, dass ich ihn völlig falsch eingekleidet habe. Armer Bub sagte noch, dass er lieber eine Jacke hätte, ich nahm extra noch den Regenschirm aus dem Ranzen, - damit er mit dem ganzen Zeug nicht so viel zu tragen hätte. Und dann das! Dann schnell Heimtransport für die halbe Nachbarschaft organisiert - Nachbarkinder waren genauso inadäquat eingekleidet. War ich wenigstens nicht der Einzeldepp. ;)

So, dann Arbeit. Endlich wieder. Alle Kinder gut aus den Ferien zurück und fit. Und nicht mal Tränen beim Abschied der Eltern. 1000 Pfannkuchen zum Mittagessen, alle Kinder satt, nix übrig.  Alle Kinder machten gleichzeitig Mittagsschlaf, Bebi auch. Schöne Arbeit. Juhu!

Dann noch Einkauf - Supermarkt, Drogerie und Bäcker - und schnell wieder nach Hause, es bahnte sich nix Gutes an.



Hausaufgaben mit dem Bub heute sehr ..... sehr ..... sehr ..... zäh ..... . Nerv.
Großbrand nicht weit von hier - "halten Sie alle Türen und Fenster geschlossen".
Im Buchtauschregal noch ein Buch für den Bub gefunden - da wird er sich sicherlich freuen.



Grade mal kurz Feierabend, mein Tagessoll an Schritten habe ich auch bald erfüllt. Die Füße schreien zu Hilfe!

Sonntag, 7. Juni 2015

Schmierzettel

So nun ... die Ereignisse der vergangenen Wochen sind mir eine Lehre. Für solche Dinge wie fernsehen ist in meinem Leben kein Platz mehr.Die Glotze - mein größter Zeitfresser. Die Zeit abends brauche ich, um früher zur Ruhe zu kommen, und zu schlafen. Eigentlich gäbe es viel zu berichten, aber ... ich möchte die gewonnene Zeit ohne Tatort nutzen. Für mich. Daher an dieser Stelle nur mein Schmierzettel. Vielleicht komme ich ja irgendwann dazu, etwas zu schreiben.



Donnerstag, 4. Juni 2015

Tagebuch einer Hausfrau

Nun muss ich schnell schreiben, damit sich meine Gedanken nicht verflüchtigen, bevor ich sie festhalten kann.

Tagebuch einer ... tja, was bin ich eigentlich?
Definiere: mich!

Ich, Beelze,
35,
mundonomade,
Einzelkind,
alleinerziehend,
mit zwei Kindern (8 und 0),
beruflich selbständig als Leitung einer privaten Kinderkrippe,
nebenberuflich Mädchen für alles,
wohnhaft in einer abbezahlten DHH
die mir oft genug ein Bürde ist/war (?)
inmitten einer familienfreundlichen Neubausiedlung Spießerhölle

Noch vor ein paar Tagen hatte ich mir vorgenommen:
Wie ich da also heute morgen um 8.30h, am Donnerstag, keine Ahnung, den wievielten Juni 2015, Feiertag hier in Bayern, der Bub bei der Oma, und Bebi spielend in ihrem Bettchen, strahlender Sonnenschein, draußen endlich 1000 Grad, der Tag also prädestiniert für frei haben, ausschlafen und und und, so vor mich hin putzte - irgendwann muss das ja mal, ich habe lange genug prokrastiniert -, 
beschloss ich also, das zu ändern.

Ja klar, könnte ich nun mit dem Schicksal hadern. Wer welche staatlichen und sonstigen Zuwendungen bekommt, während ich hier stehen muss und putzen! An solch einem Tag!

Als eine Bekannte im Mehrgebährenden-Kurs (sic) zur Geburtsvorbereitung damit prahlte, dass die durch die Kasse genehmigte Haushaltshilfe während ihres Wochenbettes dann eben das Wohnzimmer gestrichen hat, weil der Manager-Mann zu der Zeit zu Hause war, um den großen Sohn zu betreuen und den Haushalt zu schmeißen, die Haushaltshilfe somit nichts zu tun hatte, und sie trotzdem noch jammert, was alles hätte besser sein können, hätte ich einfach draufhauen mögen. Ja doch. Zustimmendes Gemurmel unter den mehrgebährenden Millionärsgattinnen, wie leicht es doch sei, eine Haushaltshilfe zu bekommen. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt tagelanges erfolgloses Ringen mit der Krankenkasse hinter mir. Highlight der Krankenkasse:

"Wenden Sie sich doch an einen Dorfverein in Ihrer Nähe, 
an einen Wohlfahrtsverband
 oder an diejenigen, die Sie in Notsituationen sonst auch immer unterstützen."

Klar könnte ich mit dem Schicksal hadern, wenn ich mir vor Augen halte, wer welche Leistungen bezieht. Und ich nicht.

Wenn Lokführer streiken, weil sie ihrer Meinung nach nicht genug verdienen. Sie, die 100 Mal so viel Geld haben wie ich. Nach fünf Jahren Ausbildung.

Wenn tagelang Gesprächsstoff Nummer 1 ist, wie schlimm man getroffen ist, wenn Busse und Bahnen streiken, weil man selbst ja so unflexibel ist. Während ich mich mit Kind(ern) im Anhänger auf dem Fahrrad durch Schnee und Eis oder durch die größte Sommerhitze und Abgase strample, weil ich mir weder ein Auto noch Fahrkarten für den ÖPNV so wirklich leisten kann noch will (aber das ist wieder ein anderes Thema).

Wenn Diplom-Ingenieure für Maschinenbau mit Festanstellung bei einem großen international tätigen Konzern, unbefristet, und einem Gehalt von was weiß ich was über ihre Arbeitsbedingungen jammern.

Wenn Eltern sich über streikende Erzieherinnen echauffieren.

Während ich mich abrackere in diesem Haus und meine, hier niemals fertig zu werden.

Und während ich so WC putze, feiertagsfrüh, .... denke ich mir:

Na und, dafür seid ihr aufgeschmissen,
dafür müsst ihr wertvolle Lebenszeit mit Gejammer verschwenden als gäbe es kein Morgen,
wenn die Kita streikt
wenn ihr keine Haushaltshilfe habt
wenn der ÖPNV lahm liegt wegen Schneesturm,
und was weiß ich für First-World-Problems.
UND ICH NICHT!

Weil ich immer einen Plan B habe.
Weil der Laden hier immer läuft.
Und zwar nicht irgendwie,
sondern so, dass es meinen Kindern und mir,
wenn wir ehrlich zu uns selbst sind,
an nichts mangelt,
dass es uns gut geht.
Wir haben Essen auf dem Teller,
wir haben ein Dach über dem Kopf,
wir haben ordentliche Klamotten,
wir haben Zuwendung.

Zack - Putzlappen in die Ecke geschmissen, Möbel wieder dahin gerückt, wo sie stehen müssen,
Bebi aufwecken gehen, die inzwischen schon wieder Mittagsschlaf macht.
Fertig und zufrieden!

Und dann denke ich mir:
nein, ich möchte um nichts auf der Welt tauschen!
So schlimm kann's dann doch nicht sein, oder?

Montag, 1. Juni 2015

Ernährungsprotokoll

morgens
eineinhalb Weißmehl-Brötchen mit Mango und Nutella :(
1 Glas Orangensaft
1 Kiwi

mittags
1 Vinschgauer mit Käse

Zwischenmahlzeit
Abendessen - selbstgebacken.


Carcassonne-Battle!


Michelada

Der Bub ist wieder da! Und liebt seine kleine Schwester über alles! Er hat so eine tolle Art, mit ihr umzugehen. So liebevoll, und spaßig und eben Jungs-Action. Meistens ist das so. Dann genieße ich und schaue zu. Oder ich kann die Zeit auch mal nutzen, um schnell irgendwas zu erledigen. So wie jetzt, wo er die Bebiline eine Woche lang nicht gesehen hat. Wiedersehensfreude. So toll!
Ein bisschen hatte ich ja schon Sorge, dass der Bub genauso mumpfelig nach Hause kommt, wie er vor einer Woche gegangen ist. Elendiges Geschimpfe meinerseits, ewiges Gemotze an Allem und Jedem seinerseits. Aber nein, beruhigtes Aufatmen! Als Willkommensessen gab's gestern Abend denn auch gleich Pfanncakes ... 

Eine Michelada ist ein Biermixgetränk aus ... na ratet mal. Wir trinken aber häufig auch die einfache Version, die dann Chelada heißt. "Chela" heißt Bier. 

Dazu macht man einen Salzrand an das Glas. Dann gibt man zwei Finger hoch frisch gepressten Limettensaft, in ein mit Eis gefülltes Glas, das mit eisgekühltem, hellen mexikanischen Bier (vorzugsweise Pacifico) aufgegossen wird. Dann gibst du jede Menge Chili hinein, ein kleines Glas Tomatensaft und einige Tropfen Maggi, Wocester- oder Sojasauce. Umrühren und fertig!