Montag, 2. Juni 2014

Kokosnuss, Haselnuss, Joghurt

Juhu, Eis schmeckte lecker und tat gut in der Sonne sitzen und ... lecken.
Für Cappuccino war's leider zu spät. Egal, morgen vielleicht.

Kaum daheim, kamen auch gleich Fred und Fridolin zurück. Bombenstimmung. Wundert mich nicht. Fred stellt sich auf eine Stufe mit seinem 7-jährigen Sohn. Und wundert sich, dass der ihn mittlerweile dementsprechend ausspielt. Er lässt sich von Fridolin auf übelste Weise beschimpfen und zwicken und was weiß ich was, und spricht dazu immernoch seine Duzi-Duzi-Babysprache mit ihm. Fred sagt dann zu mir "Ich hab' doch nichts gemacht!" Hallo, du bist der Vater! Fridolin baut sich vor Fred auf und sagt "Hast du mir was zu sagen?" Ja, krass, was Fridolin macht. Aber eigentlich ist das nur der logische Umkehrschluss aus dessen eigenem Verhalten. Wie soll Fridolin schon mit ihm umgehen, ihn als Autoritätsperson anerkennen, wenn Fred sich selbst zum Kind macht? Fred kam heute sogar zu mir, während des Streits ... "Der Fridolin hat mich geärgert" - so weit kam's denn doch nicht. Aber viel hat dazu auch nicht mehr gefehlt. Dass ich Fred dann noch sagen muss, dass er Fridolin für dieses krasse Fehlverhalten Konsequenzen aufzeigen muss, spricht für sich.

Bemerkenswert ist, wenn der 7-jährige Sohn sagt "Ich gehe jetzt duschen, damit ich mich beruhige". Noch bemerkenswerter ist, wenn der 7-jährige Sohn nach dem Duschen aus freien Stücken zum Vater geht und sagt "Ich habe mich jetzt beruhigt, können wir bitte unseren Streit klären."

Zu Abend gab's Pellkartoffeln mit Butter und Salz. So einfach. So lecker. Wenn ich mich für den Rest meines Lebens für ein Essen entscheiden müsste ... das wär's! Hier ist grade tolles Wetter, ein wunderschöner Regen! Ich habe und hatte mit dem Gestreite nix zu tun. Hat mal was.... .

Man kann es drehen und wenden ...

Die Gedanken in meinem Kopf laufen Amok.

Fred, der vermutet, dass er mir nicht die erhofften Antworten geben kann. Woher will er denn wissen, was ich erhoffe, wenn er nie nachfragt, sondern immer nur vermutet?!

Böse Tochter hat in einer Email die Frage nach dem überliebten Enkelsohn einfach mal überlesen und Frida stattdessen einfach mal was über das ignorierte Baby erzählt. Keine Ahnung, ob's interessiert. Vermutlich nicht. Egal.

Fridolin ist zur Zeit arg ... keine Ahnung ... mich nervt, wenn er Aufgaben nicht bis zu Ende anhört oder in der Schule durchliest, und sein ewiges Gesuche nach irgendwas, das er angeblich nicht findet. Vermutlich ist das normal für ein Kind und für sein Alter, und andere Menschen werden sich denken "Na, wenn sie sonst keine Probleme hat ....". Doch hat sie, wie der werte Blogleser weiß, aber grade nervt mich das eben.

Und Bebi? Die Hebamme am Freitag hat mir Globuli gegeben ... Tuberkulinum C200. Heute früh habe ich die genommen. Und irgendwie habe ich das Gefühl ... die gaaaanz leise Hoffnung ... Bebi hätte sich vorhin gedreht. Ich werde sehen am Mittwoch. 
Fridolin freut sich auch auf den Termin. Ich habe das extra so gedreht, dass ich ihn nach der Schule abhole, und wir sofort da hin fahren. Großes Screening bei einer Spezialistin. Das hatte ich vor ein paar Wochen auch schon. Die Ärztin hatte sich außerordentlich viel Zeit genommen für mich, und Bebi lieferte ein Akrobatik-Einlage, die Gleichen sucht. Nun wollte sie sich Bebi nochmal ansehen, weil sie damals schon so außerordentlich klein war. 1300g in der 32. Woche - das ist nicht viel.

Außerdem inzwischen geschafft: Mobile bestellt, Spieluhr bestellt, Fellschampoo organisiert, Fell vermutlich kaputt gewaschen, warte außerdem noch immer auf die Windeln und die Wickelunterlage.

So, jetzt geht's Eisessen! Mal raus hier.

Sonntag, 1. Juni 2014

Vom Unkraut, das niemals vergeht

Keine Ahnung, was ich hier jetzt schreiben soll.
Irgendwas müsste ich Frida antworten.
Nur was?
Ich bin leer.

Fred irgendwas sagen.
Aber ich bin leer.

Ich habe ... Angst?
Ist das Angst?
Ein unbestimmtes Gefühl.
Ein undefiniertes Gefühl.
Ein Unruhezustand.

1000 Ansätze zum Schreiben.
Bei denen nichts rauskommt.
Löschen.

Mit jemandem sprechen.
Wenn dieser Jemand Geduld hätte.
Um zu verstehen, braucht es Geduld.

Einfach mal wieder raus hier
den Kopf frei bekommen.
Aber wie?
Der Körper hat mir die letzten Tage und Wochen oft genug die Grenzen aufgezeigt.
Und wird es immer wieder tun.
'Raus hier' packe ich aktuell vom Körperlichen nicht, reicht grade für das, was muss.

Sorgen um mein Baby.
Und noch so viel Zeit, bis ich Genaueres weiß.
Dieselbe Zeit, die mir davon rennt.

Schäume

Draußen hat's 18 Grad und strahlenden Sonnenschein, und ich liege hier drinnen im Bett und döse und schlafe und döse und schlafe.

Letzte Nacht hatte ich einen eigenartigen Traum:
Ich war unterwegs in der Altstadt von Bad Wiessee auf der Suche nach einem Parkplatz, weil auf einmal die Wehen begonnen hatten. Aus irgendwelchen Gründen besaß ich auf einmal ein Auto. In Bad Wiessee war ich noch nie in meinem Leben. Parkplätze waren da Mangelware. Also fuhr ich unter irgendeinem Bogen durch, um mein Auto abzustellen. Da stand nix von privat, Halteverbot oder sonst irgendwas. Aus irgendeinem düsteren Eck stürmte Katharina Thalbach hervor, und schrie herum, dass ich da nicht parken dürfe, und verfolgte mich bis in den Kreißsaal, wo ich ein rothaariges Bebi auf die Welt brachte.

Himmel, Arsch und Zwirn!

Geduld?!

Keine Ahnung, ob ausgerechnet 'Geduld' wirklich das Gebot der Stunde ist.
Was bringt mir Geduld, wenn die Zeit faktisch davon läuft?
Wenn ich quasi auf einer tickenden Zeitbombe sitze?
Wenn ich den Zeitzünder in mir trage?
Sorry, Beelzebebi, hab dich lieb.
Schneckentempo nützt mir grade de facto nicht wirklich viel.
So viele Dinge, die vorzubereiten sind.
So viele Dinge, die zu organisieren sind.
Grade wenn es wirklich auf einen Kaiserschnitt hinauslaufen sollte.

Allerdings muss ich feststellen, dass sich mein Gesundheitszustand die letzten Tage, in denen ich mich mehr oder weniger in mein Schicksal ergebe, tatsächlich Stück für Stück verbessert. Langsam. Sehr langsam. Sehr. Sehr langsam. Quälend langsam.

Komische Zeit, später mehr.