Dienstag, 4. November 2014

Salto Mortale

So, bevor mir schlecht wird vom vielen Drehen, STOP! Mal kurz ein bisschen langsamer, Leben, damit's mich nicht aus der Kurve schleudert. Das wäre schade, denn hier läuft's doch grade so schön!
Die Ereignisse überschlagen sich hier grade ganz gewaltig - Beelze mortale.

Als ich vorgestern so voll Adrenalin war wegen der 1000 zu erledigenden Dinge, hatte ich ich einfach nur Angst, dass ich das nie alles würde schaffen können. Ich schrieb mir eine Liste für gestern mit einem zynischen "Um das zu schaffen, brauchst du drei Leben!"-Grinsen auf dem Herzen. Dieser Tage stehe ich faktisch mit einem Bein im Burnout-Grab, ich japse nach Luft, weil so viel, so schnell, und alles auf einmal. Nicht irgendwelche unwichtigen Dinge, sondern alles tatsächlich wichtig. Für meine Tochter, für den Bub, für mich selbst. Richtungsweisend. Zukunftsweisend. Nun habe ich gestern Abend meine Liste angeguckt, um zu sehen, was ich alles nicht geschafft hätte. Und siehe da ... Haken über Haken. So viele wichtige Sachen, im Handumdrehen, mit links. Dazu kommen aktuell viele unvorhergesehene Dinge - notwendige Dinge, die mal eben kaputt gehen, und die zu reparieren einen zusätzlichen Kraftakt von mir verlangen, die mich zusätzlich Zeit kosten, die ich eigentlich nicht habe. Mein Fahrrad. Ohne Fahrrad bin ich zum Einen aufgeschmissen, da ich kein Auto habe. Zum Anderen hängt mein Herz dran. Beelzebub's großer Bruder quasi. Ohne mein Fahrrad bin ich nichts. Ein kaputter Schlüsselbund. Eine nicht-funktionierende Heizungsanlage. Sand im Getriebe.

Heute morgen dann noch ein großes Brocken - einfach so. Problemlos. Etwas, das zu tun schon sehr lange anstand, schwer. Ich hab's einfach gemacht - und es fühlte sich so 'leicht' an. Das ist der Haken an der Sache. Oder habe ich etwas Schweres übersehen? Einen Fehler gemacht? Habe ich irgendwas nicht kapiert, oder warum geht das so leicht? Es kann faktisch nichts einfach so leicht sein, ohne dass irgendein Haken dran wäre. Gibt's nicht. Kommt hier nicht vor. Kenne ich nicht (?!). Eine falsche Leichtigkeit. Eine trügerische Leichtigkeit. Wann muss ich für diese Leichtigkeit bezahlen? Wann ist Zahltag? In welcher Form?

Oder macht das meine Wut möglich?

Montag, 3. November 2014

Ha!

Was für ein aufregender Tag heute!
Meine neue Kleidung macht Spaß. Gnihihi. Eine gute Investition.
Morgen früh gleich im Bike-Laden anrufen, habe ich heute vergessen - Mist!
Ohne Fahrrad bin ich nicht mobil, zumindest nicht mit Beelzebebi.
Bebi kann ich ja aber wohl kaum hier liegen lassen.

Wenn ich mir den Kalender für die kommenden Monate anschaue, wird mir bang.
So viele Termine, das ist schlicht Wahnsinn. Keine Ahnung, wie ich das alles schaffen soll. Parallel dazu hat Fred grade mal verlauten lassen, wann er alles keine Zeit hat. Yay.
Was vor mir liegt, ist bis einschließlich Januar ein Gewaltakt an mir, und ein Kraftakt. Jetzt schon.
Ein Klon muss her! Und ein Plan. Ein guter Plan.

Meine aktuellen Projekte sind allesamt Großprojekte. Nun ja ... Baumhaus hat noch bis April Zeit, immerhin. Das muss aber auch sorgfältig geplant sein.

Und ja, ich freue mich wahnsinnig auf meine Arbeit. Nicht nur, weil die Arbeit an sich eine schöne ist - deshalb habe ich mich ja für diese entschieden, und für keine andere. Auch weil dann eventuell die Hemmschwelle sinkt, mir Verantwortung übertragen zu wollen, weil ich ja nicht berufstätig bin.

Wir haben viel zu viel Essen im Kühlschrank. Gemüse. Keine Ahnung, wann ich das alles verarbeiten soll?! Mist, blöder! Lebensmittelverschwendung kann ich gar nicht ab!

Note to self:
- Brokkolicremesuppe
- Krautsalat
- Tomatensuppe
- irgendwas mit Steckrüben
- Lauchcremesuppe

Wenn ich das geschafft habe, ist der Kühlschrank vielleicht leer.
Aber vielleicht werde ich auch schon vorher vom Hocker gekippt sein.

Vorhin mit dem Pfarrer gesprochen wegen Bebi's Taufe. Er singt nicht. Das müssen wir selbst anleiten. Hrcks. Weil ich so gerne vor versammelter Mannschaft spreche ... . Naja, werde ich sowieso für den Rest ihres Lebens tun müssen, als Brautvater und -mutter in Personalunion und und und.

Diese Woche auf dem Plan: Fahrrad reparieren, Bankgeschäfte, Sport, Arbeitsverträge, Taufe, großer Arzttermin, dazu noch Fridolin's Schulzeug und sämtliche seiner Termine und und und.

So, Ende Gelände für jetzt.

Montag Schlaflos

Zwei Stunden geschlafen.
5.30 Uhr. Vor dem Wecker.
Bebi gebadet.
Schweißgebadet.
Kaltes Haus.
Kraftakt.
Schwere Füße.
Schwere Kopf.
Müde Augen.
Piep-Ohr.
Ohrenschmerzen.
Bauchkrämpfe.
Apfelbrei auf dem Herd. Mit Zimtstangen. Und Rosinen. Duftet durchs Haus.
Sich sehnen.
Wut.
Halten.
Gehalten werden.
Ohne loslassen.

Wasser

So, 2 Uhr, um 5.55 Uhr klingelt der Wecker gnadenlos.
Aber ... mich überrollt hier grade irgendwie die Masse an Ereignissen ein wenig. Ich habe noch viel zu viel Adrenalin im Blut, als dass ich nun schlafen könnte.

Insgesamt habe ich dieses Wochenende verdammt viel geschafft - UND ausgeruht. Das Schönste heute war unser Fahrradausflug zum Stadtpark in der Nachbarstadt, und noch ein wenig am Fluss entlang.



Aktuell ist mir das hier ein bisschen zu viel. Weihnachten, meine OP, Nikolaus, mein Geburtstag, Taufe, mein Wiedereinstieg ins Berufsleben, dazwischen 1000 Kindergeburtstage und Weihnachtsfeiern ... .


Beim Fahren viel Zeit zum Nachdenken. Tat verdammt gut. Bebi hinten im Anhänger, schlafend. Ich vorne vor mich hin denkend, rasend. Und zwischendrin alle paar Meter "Ach Gott, ist die süß!" - das Bebi, selbstredend.

Boxtrolls

Du bist ja auch noch da ... vor lauter Zeug zu tun, war gar keine Zeit, hier zu schreiben - so nötig.
Mir geht das hier alles viel zu schnell. Die Zeit rast, und ich komme kaum hinterher.

Der Freitag Nachmittag und Abend mit Fridolin alleine waren so richtig schön. Nachdem Fred kam, um Bebi zu hüten, damit ich mal Zeit für den Buben alleine habe, sind wir als erstes in die Stadt gefahren. Motorradhelme auf und ab - "fährst du noch eine Extrarunde?" Ja klar, so schön!! In der Innenstadt angekommen, hatten wir vor dem Kino - Boxtrolls - noch vor, ein wenig shoppen zu gehen. Fridolin sucht ein Stofftier für Beelzebebi, damit sie immer was von ihm hat, und ein Geschenk für Fred zu Weihnachten, für mich gab's ... nix. Brauch nix im Moment. Ich habe in letzter Zeit definitiv genug geshoppt. Stilwechsel. Pimp my Beelze. Für Fred gibt's Besteck von Fridolin's Taschengeld - Messer, Esslöffel, Gabel, Teelöffel, eine Packung Servietten und ein Tischset. Das hat er auch mir letztes Jahr geschenkt: "Weil du jeden Tag essen musst, dann denkst du an mich". So einfach. Stofftier haben wir keines gefunden, inzwischen habe ich aber eine andere Idee.

Auf dem Weg zum Kino gab's dann noch Brot mit Aufstrich zum Testen für den Kleinen - das mag er so gerne, an dem Stand ein paar Brocken verschiedenes Brot stibitzen (die sind ja zum Probieren da), und dann Einkehrschwung im Café. Schnell Cappuccino trinken. Fridolin fragte dann, ob er aufstehen, und ein bisschen rumlaufen dürfe ... fünf Minuten später kam er freudestrahlend zurück: Eine Kugel Mango in der Waffel für sich selbst und ...

von Sohni's Taschengeld für mich <333

Danach nix wie ab ins Kino. "Die Boxtrolls". Die Vorstellung, die ich ausgesucht hatte, war eine Deluxe-Vorstellung. Na juhu. 1000€ pro Person. Naja, nachdem das der erste bebifreie Ausflug für Fridolin und mich war ... na gut. Er weiß so besondere Sachen so zu schätzen. Ansonsten hätten wir erst in die Vorstellung eine dreiviertel Stunde später gehen können, dann hätte sich aber alles danach auch noch nach hinten geschoben. Na dann. Begrüßungscocktail für uns beide in der Bar, verstellbare Ledersitze, Essen an den Platz ... Luxus vom Feinsten. Und der Film - 'Die Boxtrolls' - sagenhaft! Stop-Motion, 3D, genialstens!
Nach dem Film gingen wir essen zur Feier des Tages - Crostini für Fridolin, mit Spinat gefüllte Ravioli in Tomatensauce für mich. Nix Exklusives ausnahmsweise mal, aber ordentlich, einfach schnell im Kino eben.
Danach nix wie ab nach Hause, dem Bub sein Halloweenkostüm gebastelt - er wollte tatsächlich sogar alleine mit mir los, obwohl seine Freunde alle schon durch die Nachbarschaft gezogen waren. Also gut. Was tut man nicht alles. Das tollste Kostüm der Welt: Fridolin ging als Gespenst - ein Betttuch (ein guatemaltekisches!), zwei Augenlöcher, Kind glücklich! Na dann ... als Highlights zählen sicherlich der Apfelkuchen in Fridolin's Süßigkeitentasche (und auf meiner Hand, 2 Stunden lang), und die Leberwurstschnittchen ebenda, sowie eine zehnminütige Luther-Rezitation von Professor Dr Irgendwas.
Dann war Papa-Wochenende. Ab mit ihm.