Samstag, 3. Januar 2015

Om

Mann
Mann
Mann

War ja irgendwie klar, dass noch irgendein Hammer kommt, und wir nicht 'einfach so' heute und morgen 'großkämpfen' können. Gestern der Staubsauger, der langsam aber sicher seinen Dienst quittiert ... Staubsaugerkaufen stand jetzt so überhaupt gar nicht auf meinem Plan für heute. So richtig nicht geht er noch nicht, aber er kackt leistungstechnisch immer öfter ab. Die Klappe vorne ist auch schon vor einiger Zeit abgebrochen ... naja, nach 14 Dienstjahren in einem großen Haus und mit vielen Kindern darf er schon mal nachlassen.
Was mich eben so ärgert: ich hatte damals für einen normalen Staubsauger circa 100 € ausgegeben. Keiner, mit dem man zum Mond fliegen kann, aber eben solide Qualität, damit er lange hält. Miele. Sorry, Werbung. 1a. 14 Jahre Betriebszeit, fast so lang wie meine längste Beziehung - da gibt's nix zu meckern. Also wieder einer "auf den man sich verlassen kann". Nur dass ein vergleichbarer Staubsauger wie der Alte inzwischen 259 € kostet. Danke! Und das, wo ich gerade mit meinem Konsumverzichtprojekt starten wollte. Toller Start! Langes Gesicht! Naja, immerhin habe ich jetzt einen Neuen.

Heute früh, als die Kinder (macht immernoch Glücks-Gänsehaut: die Kinder) noch schliefen, habe ich schon mal den Hamsterkäfig komplett geputzt und neu eingerichtet. Anfangs nervt es mich oft, wenn es heißt "Käfig putzen", aber wenn ich nachher den sauberen Käfig neu einrichte, frische Einstreu drauf gebe, die Häuschen neu arrangiere, die Hanfmatten frisch zuschneide und neues Futter hineingebe, grenzt das stark an meditatives Schaffen. Das Schönste ist, am Schluss den Hamster in seinen 'neuen' Käfig zu setzen und zu beobachten, wie er die neue Umgebung erkundet.

Ansonsten haben wir heute ...

Taufkerzen gebastelt: 
links die vom Bub, 
Mitte Bebi,
rechts meine
und die kleine ist eine der beiden für die Taufpatinnen.

Gitter an die Treppen montiert für meine Arbeit,
Staubsauger gekauft,
ich habe mein Kind glücklich gemacht,*
die Bücher unter der Treppe aussortiert, einige gehören zu mir hoch, andere ins Arbeitszimmer,
den zukünftigen Hobbyraum nach schönen Spielsachen für mein Arbeitszimmer durchforstet, dabei auf so manchen Schatz gestoßen,

... ach und keine Ahnung, was noch alles. Viel jedenfalls.

Zu Abend gab's - Pizza, danach noch eine Runde "Lost Cities". Fridolin und ich. Fred hatte sich angeboten zu helfen, dann war er da und verbreitete den ganzen Tag extrem schlechte Stimmung, weil er keinen Bock drauf hatte. Superspitzenmäßig. Abends hatte ich dann Fridolin hier im Bett zum Kuscheln, da sagte er "Bringst du mich bitte ins Bett, der Papa sagt immer 'muss das jetzt auch noch sein' und dann muss ich alleine ins Bett". Ach Mann ... armer Bub. Klar ist er an vielen Stellen seinem Alter sehr weit voraus. Aber deshalb ist er trotzdem erst sieben Jahre klein. Und darf Saft eingeschenkt bekommen. Ins Bett gebracht werden. Klein sein. Fred erwartet so viel von ihm. Und irgendwie hatte ich heute keine Lust, Verständnis zu zeigen für Fred's Situation.

Keine Ahnung, wieso ich zur Zeit so viel an Nepal denken muss und an meine Zeit dort.


Tja, und dann war da noch Baustelle Nr. 1, die mich heute Mittag in einer Attacke ohne Gleichen in die Knie zwang. Schwindelig und schlecht vor Schmerzen ging nur noch hinlegen. Ich. Schmerzen. Wie soll ich so denn ranklotzen? Besagte Baustelle war vor meiner Schwangerschaft schon heftig gewesen, seitdem Bebi da ist, hat es sich massiv verschlechtert. Keine Ahnung, wie das kommt, der Arzt möchte mich sowieso gerne wiedersehen .... .

Und Bebi? Dreht sich fleißig vom Bauch auf den Rücken und zurück, vorwärts, rückwärts - the Krabbeldecke is not enough! Seit Neuestem bekommt sie auf dem Bauch liegend den Popo hoch, hält beim Wickeln die Beine mit den Händen fest, spielt mit ihren Füßen, brabbelt und freut sich und ist einer von meinen beiden Sonnenscheinen ... . <333

Eigentlich wäre da ja noch so viel mehr zu schreiben gewesen ... ich bin müde.

*den Diamantbohrer von der Lego-Arktis-Station gefunden, der in den Tiefen der Kisten unter der Treppe 'verschollen' war, weil der Bub mal mit seinem Lego-Tablett die Treppe hoch stolperte und die Arktis-Station komplett durch's Treppenhaus regnete.

Asan Tole

Wenn ich merke, dass ich mich fühle, wie der kleine Verkehrspolizist auf dem Asan Tole in Kathmandu, ist es an der Zeit, mich mal kurz hinzusetzen und innezuhalten. Zur Zeit permanent.

Damit ihr nicht googlen müsst: Ich habe eine gute Zeit lang mal in Nepal gelebt, in einem kleinen Dorf in der Region Khumbu im Himalaya. Asan Tole ist ein Platz in Kathmandu, der Hauptstadt Nepals, von der aus man direkt ins Marktviertel gelangt. Tausende von Motorrädern mit drei, vier, fünf Menschen beladen, Lastwagen, Autos, Kühe, Fußgänger, dazwischen Händler mit ihren Waren, und Menschen, die einen der vielen dortigen Tempel besuchen ... Stichwort "Verkehrsinfarkt". Zu meiner Zeit stand dort inmitten des absoluten (!) Chaos ein Verkehrspolizist, und tat sein Bestes, den Verkehr zu regeln. Nun ja, Hauptsache, er stand da und fuchtelte wild mit den Armen nach links, während es rechts schon wieder krachte ... . Und während er sich umdrehte, um nach dem Lärm zu gucken, ging es hinten weiter ..... . Im Endeffekt war sein Tun wirkungslos, er hätte es auch lassen können.

Asan Tole

Freitag, 2. Januar 2015

12 in 2015

Nun also:

1 Minimalismus

Noch im alten Jahr habe ich eine neue Umzugskiste "eröffnet" für Dinge, die ich bei der nächsten Haussammlung des Gebrauchtwarenmarktes spenden werde. Die Frist zwischen "Flugblatteinwurf" bei mir zu Hause und Haussammlung ist mir meist zu kurz, und ich ärgere mich, dass ich nicht mehr Zeit habe, auszusortieren. So kann ich nächstes Wochenende (Großkampfwochenende) im Rahmen meiner Vorbereitung für den neuen Job im Vorbeigehen schon mal am Minimieren weiterarbeiten, und brauche an besagtem Tag einfach nur die fertige(n) Kiste(n) vor die Tür stellen - läuft!


2 Gesundheit

Dass in meinem Körper irgendwas ganz gewaltig schief läuft, ist klar. Was genau das ist? Ich weiß es echt nicht!! In nun sechs Jahren (man bedenke, ich bin erst 35) zeigte noch kein Arzt wirkliches Interesse, eine Ursache herauszufinden für all das, damit man vielleicht mal tatsächlich vorankommen könnte, statt immer nur die Symptome zu bekämpfen - durch massive Antibiotikum-Gabe. Ich habe keine Lust, irgendwann an der Dialyse zu hängen! 
Da muss etwas passieren: Termine bei
- Zahnarzt
- Endokrinologe
- Frauenarzt
vereinbaren.


3 Konsum? - Stop!

Das kommende Jahr möchte ich im Sinne des Minimalismus dazu nutzen, meinen Hausstand nach und nach auf das Nötigste zu minimieren. Wobei "nötig" in diesem Sinne noch an anderer Stelle genauer zu definieren ist. Als Start für dieses Unterprojekt werde ich zunächst die nächsten 8 Wochen bewusst nur das konsumieren, was ich wirklich zum Leben brauche. Wobei ich mich da schon auf einem relativ guten Weg sehe, das Thema Minimalismus ist mir kein neues. Wie sich das mit Fridolin und Bebi gestalten lässt, wir werden sehen. Vielleicht hätten für den Anfang vier Wochen genügt, jedoch mag ich einerseits sofort starten, nicht erst, "wenn dies oder jenes", andererseits habe ich noch die ein oder andere Bestellung offen. Zu einer Taufe - der meiner eigenen Tochter - kann ich nun mal nicht nackig gehen. Die Taufe selbst wird auch gefeiert ... alles in allem steht noch einiges an "Zwangs-Konsum" an, bevor ich richtig fasten darf.


4 Abnehmen

Ich werde es einfach mal mit Durchhalten und Konsequenz probieren dieses Jahr. Eventuell.
Ziel genauer definieren! Im Kopf bereits erledigt, wenig Zeit, um das im Blog just in diesem Augenblick genauer auszuführen.


5 Ernährung optimieren

Die einzigen Regeln: Eat when you're hungry! Also when you're wirklich hungry.
Und ein bisschen auf meine Kohlenhydrate achten.
Dem entgegen steht aktuell noch die Tatsache, dass sich noch zu viele Lebensmittel im Haus befinden, die ich aus ethischen Gründen konsumieren 'muss'. Hmpf. Ja wobei ... verboten ist ja nix.

6 Bewegung

10.000 Schritte - Fridolin in den Ferien, gestern zu Hause rumgehangen ... orrrr. Nix mit 10.000.


7 Sozialisieren

Ich denke, ein großer Schritt ist schon damit getan, dass ich ab nächster Woche seit vielen Jahren endlich wieder zum arbeitenden Volk gehören darf! Dann heißt es: Etappenziel erreicht. 
Nächstes Ziel ist die Taufe: Dass so viele Menschen kommen werden, obwohl ich mich manchmal so als Einsiedlerkrebs fühle ... .


8 Bücher essen

Erweitere auf "Bücher und Zeitschriften". - Läuft.
Seit ich mit "One thing at a time" (siehe 10) gestartet habe, schaffe ich tatsächlich wieder zu lesen. Mehr zu lesen als die letzte Zeit. Also zu lesen. Nicht nur Worte anzuschauen, Buchstaben vorbeifliegen sehen. Wobei ich lesen auch erst wieder lernen musste. Phasenweise lässt Burnout schon grüßen, dann geht das überhaupt gar nicht. Obwohl's mir ja eigentlich gut täte.
Zum Stichpunkt Lesen fällt mir im Zusammenhang noch ein: der erste Schritt ist auch dahingehend gemacht, dass ich vor den Weihnachtsferien meinen Büchereiausweis endlich wieder aktiviert, und seitdem schon regelmäßig für die Onleihe benutzt habe. Macht Spaß.


9 Feierabend

Feierabend hängt ja immer so ein bisschen* von den Kindern ab. Fridolin kann ich eine klare Deadline setzen, wann ich ihn ins Bett bringe, beziehungsweise wann er dann das Licht ausmachen soll. Wenn bei ihm Licht aus ist, habe ich "kleinen Feierabend". "Großer Feierabend" ist, wenn dann endlich beide schlafen .... . (Hahaha).
Ne Quatsch, mit Feierabend ist definiert, dass ich mir für meine Arbeit hier im Haus festgesetzte Arbeitszeiten gebe, und irgendwann ist einfach SCHLUSS. So erhoffe ich zu lernen, mich selbst ein wenig zu bremsen. Burnout ist scheiße - einfach nur. Brauche ich garantiert! nicht! Also muss ich etwas dafür nicht tun .... .
Damit einher geht dann auch, dass ich Zeit gewinne für mich! Zeit, in der ich gezielt etwas für mich tun kann. Körperpflege. Nicht dass ich vergammelt herumlaufe. Wirklich nicht ... . Aber durch den gewaltigen Stress die letzten Jahr(zehnt)e musste der arme Kerl schon gewaltig leiden. Zeit für Wiedergutmachung. Das wird dann hoffentlich auch positive Auswirkungen auf das Thema Gesundheit haben. Aber auch eine feste Zeit zum Schreiben etablieren.

*ganz gewaltig


10 One thing at a time

Läuft! Tut gut! Weitermachen.


11 Treuepunkte

Zum Thema "Mir selbst treu bleiben" gibt es aktuell nicht wirklich viel zu sagen. Ich denke, um sich selbst treu bleiben zu können, muss man sich ein Stück weit selbst gefunden haben. Erst dann kann man sich (endlich wieder) treu bleiben.


12 Baumhaus/Garten

Die Email an den Architekten-Freund ist noch im letzten Jahr raus ... . Nun heißt es warten - yeah! Hahaha. Das Ding soll Anfang April stehen ... .

Sparkle in 2015

So nun ... zu meinen guten Vorsätzen für dieses Jahr:
Wie ich gestern herausgefunden habe, läuft das Projekt 2015 nicht unter dem Namen "12 in 2015" weiter, sondern nennt sich in diesem Jahr "Sparkle & Shine 2015".


Wie ich meine bereits formulierten Ziele ummodeln werde, dass sie in das neue Projekt passen, weiß ich noch nicht. Da ich in nun mehr 6 Tagen einen neuen Lebensabschnitt starten werde, der einen gewaltigen Einschnitt in meinem Leben darstellt, und ich somit noch monstermäßig viel zu tun habe, werde ich "Ummodeln" erst mal auf später verschieben, für wenn Zeit ist. So lange läuft das Projekt zwar unter dem neuen Namen, aber ich werde einstweilen noch die alte Maske verwenden. Als Brücke zwischen beiden Projekten werde ich aber meine "12 in 2015"-Ziele genauer definieren. Jedes in der entsprechenden Kategorie. Zumal mir das alte Projekt auf den ersten Blick ein bisschen mehr zusagt, aber ich mag ja auch irgendwie "dabei sein".

Schließe Freundschaft mit eines Menschen Güte,
nicht mit seinem Gut.
Aus China

Donnerstag, 1. Januar 2015

Prost Neujahr!

Mein Opa stand in der Silvesternacht zeitlebens immer (!) auf der Terrasse meines Großelternhauses und rief in die Nacht "Prost Neujahr, das Geld ist gar!" Seitdem denke ich jedes einzelne Silvester an ihn. Tja nun ... meine eigenen Gedanken zu 2015 habe ich mir schon vor einiger Zeit gemacht: 
und 

Das Schöne an der Tatsache, dass ich mit meinen Gedanken - Vorsätzen, Wünschen, Hoffnungen, Erwartungen, Zielen - für 2015 durch bin, ist die Tatsache, dass, da das Mir-Einen-Kopf-Drüber-Machen vorbei ist, und ich jetzt nicht mehr groß Zeit verliere, sondern diese Gedanken lebe. Nicht dann, wenn ich mir Gedanken drüber gemacht habe, sondern jetzt!
So ist das auch, wenn man mit mir in den Urlaub fährt. Sobald das Reiseziel ausgegeben ist, decke ich mit all der nötigen Reiseliteratur des entsprechenden Landes/der Stadt/Region ein, schaue auf Websites nach Veranstaltungskalendern etc, lese, was man dort entdecken kann, was es zu besichtigen gibt, oder oder oder. So habe ich einen groben Plan im Kopf, und brauche nicht in meinem wertvollen Urlaub selbst dann noch Zeit damit zu verschwenden, mir zu überlegen, was ich eigentlich will, sondern kann direkt starten!Welches der vielen im Vorfeld zurechtgelegten Dinge ich dann wirklich tue oder auch nicht, wird immernoch spontan entschieden. Vielleicht hat man einfach mal keinen Bock auf nichts - ist ja schließlich Urlaub. Auf diese Weise gewinne ich für mich aber ein Stück mehr Freiheit, wenn ich schon mal eine Idee habe, welche Möglichkeiten mir offenstehen. Vor Ort brauche ich dann meist keine Karte mehr, da ich weiß, wo's lang geht. Dann kann ich den Blick nach oben richten, vorwärts, zur Seite, und die vielen Dinge entdecken, die in keinem Reiseführer stehen. Macht mich frei. So mag ich das.
Und genau so fühlt sich 2015 bis jetzt auch an für mich. Meinen groben Plan habe ich, dann habe ich jetzt die Gedanken frei, einfach zu starten! zu tun! zu machen! Und wenn's erst mal hinsetzen ist, und Wäsche zusammenlegen ... .

Der Jahresabschluss 2014 war ... actionreich. Statt Himbeeren für das Frischkäse-Karamell-Trifle gab's nur Erdbeeren, die Zitrone hatte ich zuvor schon anderweitig verbraucht ... jetzt kein Drama, aber insofern Action, da uns bestimmte Rituale eben wichtig sind. So gibt's Weihnachten immer Steinpilzrisotto, und Silvester Raclette und Trifle. Dieses bestimmte. Das ist auch Fridolin wichtig, und macht ihm bestimmte Anlässe schön, steigert seine Vorfreude auf bestimmte Ereignisse - Rituale tun gut. So, dann lieferte der Supermarkt um bereits nach 11 Uhr die Lebensmittel für abends. Und kein Raclettekäse dabei - Sauerei! Wenn draußen alles voll Schneematsche ist, man mit zwei kleinen Kindern ohne Auto dasteht ... nun ja. Touch-Down im nächsten erreichbaren Lebensmittelgeschäft 12.05 Uhr. Ein kleiner Einzelhändler, Stamm-Einkaufsladen. Ich hatte zuvor angerufen, ob sie noch Käse haben - ja. Gestern nur bis 12 Uhr geöffnet, extra auf mich gewartet - Silvester gerettet, 2015 gerettet. Der beautote Nachbar hätte uns auch geholfen, zumal er noch in die Stadt fuhr, wäre also für ihn kein Ding gewesen. Aber Hilfe annehmen - KANN ICH NICHT! Das fällt für mich unter Anderen-Menschen-Zur-Last-Fallen, in jemandes Schuld stehen. Geht überhaupt gar nicht mit meinem Gewissen zu vereinbaren, nur im alleräußersten Notfall. Blöd. Hier und da mal Hilfe anzunehmen wäre ja keine Schande. Nur bin ich eben zu oft auf die Schnauze gefallen, wenn ich jemanden gebraucht habe ... . Hm. Baustelle.
Nachmittags gab's dann einen medizinischen Notfall bei den Ex-Schwiegereltern. Keines ihrer erwachsenen erreichbar. Am Ende standen insgesamt neun Erwachsene rum, und keiner hatte einen Plan, was zu tun wäre, weil niemals zuvor darüber geredet worden war, was "im Falles des Falles" zu tun wäre. Trauriges Thema, wird nicht drüber geredet. Superspitzenmäßig. Bei Menschen ab 85 ja leider auch überhaupt nicht vorhersehbar, dass irgendwann mal was ist, deshalb wohnen die Schwiegereltern im hohen Alter noch alleine im eigenen Haus auf dem Land, fernab von allem. Dass man Menschen generell (und alte Menschen im Besonderen) nicht einfach 'verpflanzt', ist klar. Nur: die Augen vor dem Unausweichlichen verschließen einfach grotesk! Keines von drei Kindern erreichbar, nicht nur, dass es eben besagten medizinischen Notfall gab/gibt, sondern auch, dass der alte Vater dann alleine mit dem Auto durch den Schnee in die Stadt fahren muss mit der Mutter nebendran, die ins Krankenhaus muss. Wo er nicht mehr gerne Auto fährt, weil er unsicher ist. Wo eigentlich die Ex-Schwiegermutter der gesunde Teil der beiden ist. Wenn ich an gestern denke, werde ich noch immer sauer. Extrem. Sauer. Nix geplant, aber sich dann aufregen, dass der Vater sich ins Auto setzt .... ja welche Alternative hatte er denn? Die Schwiegermutter daheim leiden lassen und riskieren ... ? Mann, Mann, Mann. "Das Thema" wird totgeschwiegen, weil es ja viel zu traurig wäre, sich damit zu befassen, dass einer der beiden irgendwann mal stirbt. Wie die drei Affen. Oder die kleinen Kinder: was ich nicht sehe, ist nicht da. Wenn ich das Thema zwanghaft nicht anspreche, wird es niemals eintreten. Das Thema wühlt mich immernoch auf. Wenn ich mir dann allerdings Fred's Familie und das Dilemma von gestern ansehe, wundert mich überhaupt nicht mehr, dass Fred ist wie er ist.

Den Abend haben wir dann schön gefeiert, mit ein bisschen Dinner for One, Raclette, Limo, viele Spiele spielen, Trifle, Keyboard-Disco, und Fridolin drehte dann irgendwann komplett auf, und entertainte Bebi - zum Totlachen.
Mitternacht dann Feuerwerk von der Dachterrasse aus. Mit irgendwie dem Gefühl, dass die Feuerwerkskörper auch irgendwie immer aggressiver werden. Eigentlich mag ich Feuerwerk echt. Aber wenn wir oben stehen, und die Raketen so nahe an uns vorbei fliegen, dass wir im Gesicht gespürt haben, wie heiß die Dinger sind, macht das keinen Spaß. Normalerweise haben wir von oben die beste Aussicht über die komplette Nachbarschaft bis zur Altstadt. Aber wenn man ständig aufpassen muss, dass einem die Dinger aus allen Richtungen irgendwo reinfliegen und man gar nicht auf der Dachterrasse rumspringen und überall gucken kann wie sonst, ist's doof. Von drinnen war's dann aber auch schön. Mit dem Bub vom Bett aus Feuerwerk gucken und dann ganz lange wach bleiben und Spaß und spielen ... gnihihi. Bebi gluckste derweil vor sich hin.
Die Unmengen an Süßigkeiten, Limo und Sekt heben wir einfach für nächstes Jahr auf. ;)

Euch lieben Leserinnen und Lesern wünsche ich einen guten Start ins Jahr 2015!