Sonntag, 18. September 2016

Die Tagesschau

Guten Abend, meine Damen und Herren!

Die letzten Tage hatte ich wieder eine To-Do-Liste (merke: To-Do-Listen optimieren!) am Start, und siehe da: was die letzte Woche auf der Strecke geblieben war, seitdem der Bub wieder zuhause ist und die Schule angefangen hat, habe ich, auch dank meines geschenkten Urlaubstages am letzten Freitag schnell wieder eingeholt. So bin ich mit meiner Arbeit wieder auf aktuellem Stand, keine Arbeit, die sich anstaut, und ich kann ab sofort wieder mit meinem Haushaltsplan weiterarbeiten. Das Tollste an diesem Plan ist, dass ich mir die Putzfrau sparen kann, ohne mich neben Kindern und Arbeit zu sehr zu verausgaben. Und es bleibt noch maximal Zeit für mich selbst. Genial!
Aktuell zu viel Arbeit machen mir noch meine To-Do-Listen für den jeweils folgenden Tag. Da war ich so dumm, meine Vorlagen nicht abzuspeichern, so dass ich sie - noch - nicht einfach für den nächsten Tag kurz ergänzen kann, sondern quasi nochmal neu schreiben muss. Schön doof. Die To-Do-Listen muss ich noch optimieren, damit das weniger Arbeit macht, dann passt's.

Die Nacht habe ich einmal mehr schlecht geschlafen ... keine Ahnung, was zur Zeit los ist, mein schlechter Schlaf gefällt mir ganz und gar nicht. Ich schlafe spät ein, muss nachts hundertmal raus, und wache viel zu früh auf - aktuell so gegen 3.40h.

Der Tag heute war wunderschön, auf meiner To-Do-Liste habe ich so manche Pflichtaufgabe vermerkt, aber ich mache mir jeweils am Abend zuvor Gedanken, was ich selbst für mich, und was ich mit Bub und Bebi machen möchte, so ist die Liste zwar voll, und ich schaffe nicht wirklich alles, was darauf steht, aber ich kann tatsächlich im Vorfeld jede Menge freie Zeit einplanen, die ich dann auch tatsächlich für mich selbst nutze, statt - weil ich mir vorher keine Gedanken gemacht habe, die vorhandene Zeit sinnlos totzuschlagen, und wertvolle Freizeit zu vergeuden, oder vielleicht sogar zu arbeiten. Klingt pedantisch, ist es auch.  Ein paar Dinge stehen auch drauf, die ich irgendwie vor mir her schiebe. Wie gesagt: optimieren. So ziemlich das Einzige, was nicht auf meiner sagenhaft genialen Liste steht, ist ein- und ausatmen. Scherz. Natürlich.

Gemacht haben wir heute viel ... ein schönes Sonntagsfrühstück mit Obst-Joghurt, ausgiebigst die Bebiline gebadet, ich habe gelesen und Sport gemacht (!), und ja: ich war endlich mal wieder auf dem Laufband! Wir haben uns durch die Mediathek von arte Junior geguckt. Der Bub war hin und weg von den kleinen Opern-Filmchen - "Große Oper für kleine Leute", das ist auch super gemacht. Beim Googlen nach mehr stießen wir dann auch auf die Lego-Oper von BR-Klassik. So witzig! Später hatte ich dann Zeit für meine Wochen-Routine, ja, für mich ist das nach wie vor 'besonders', ohne dass ich an dieser Stelle näher darauf eingehen möchte. Ein kurzes Telefonat mit Pachu heute, gestern haben wir endlich wieder geskypt, und nebenbei noch ein paar kleine Tasks wie 'aufräumen', staubsaugen und so, aber das passt schon, inzwischen ist ja nicht mehr einmal in der Woche alles, und die übrigen Tage nix, sondern jeden Tag ein bisschen, sonntags kein "Haupt-task", und freitags ist Puffer-Tag, da hole ich alles nach, was ich die Woche nicht geschafft haben sollte (also meistens frei), und erledige ein paar kleine Dinge, die nicht im Haushaltsplan stehen, beziehungsweise Zeug, das man nicht zwingend jede Woche machen braucht. Und das Beste an meiner Liste ist, dass ich so endlich nicht mehr wie verflucht auf der Stelle trete, sondern tatsächlich 'avanzar' heißt das auf spanisch, mir fällt das deutsche Wort nicht ein. Wieso bin ich nicht schon längst auf den Trichter mit dem Haushaltsplan gekommen?!

So, Fenster zu, draußen grölt die Jugend aus dem Viertel, etwas nervig. Ich mag noch mein Buch zu Ende lesen.

Es grüßt,
Die Listen-Beelze

Samstag, 17. September 2016

Schlingelbeben

Keine Ahnung, wovon ich aufgewacht bin.
Keine Ahnung, woher die Übelkeit.
Keine Ahnung, woher diese Hitze in mir.

Physischer Schmerz, die Nieren.
Die Sache mit dem Kindergarten für die Bebiline verfolgt mich bis in den Schlaf, das macht mir sehr zu schaffen. Ich hätte sie so gerne in dem schönen Kindergarten, aber das ist halt leider nicht praktikabel.

Fred ist da, im Haus zu arbeiten. Weißt du, Fred, ich habe auch keinen Bock, dir hinterher zu laufen, damit hier was geschieht. Aber ich bin nicht alleine für diesen Dreckskasten verantwortlich. Wir können das Haus hier gerne jederzeit verkaufen, dann sind wir beide aus der Verantwortung. Solange du das nicht möchtest, gebe ich nicht nach. Ich bin hier nicht der Allein-Depp. Naja, in der Realität schon irgendwie, aber ich versuche zumindest, etwas dagegen zu tun.
Im Nachhinein betrachtet, war dieses Haus zu kaufen der größte Fehler meines Lebens. Wenn ich könnte, würde ich es sofort los werden wollen. Raus hier. Der größte Witz in Zusammenhang mit diesem Haus ist meine Mutter. 
2007: "Kauf dir ein Haus, das ist das Beste, was du machen kannst!" Ich war zu jung.
2016: "Ja was kaufst du dir auch ein Haus!"
Tja nun.

Fridolin braucht zur Zeit mindestens vier Ansagen, damit auch nur im Ansatz irgendwas läuft. Wundert mich nicht, wenn ich Fred's Respektlosigkeiten mir gegenüber anschaue, Fridolin ist auch nur ein Kind, das ihn als männliches Vorbild hat. Wie soll er's lernen, wenn sein Vorbild generell alles in Frage stellt, was jemand anderes sagt?! Wenn erst mal restlos alles in Grund und Boden diskutiert werden muss?!

Der ganze Scheiß hier kostet mich so viel Kraft, ist so dermaßen anstrengend. Von meiner To-Do-Liste für heute habe ich bis jetzt, 11.30h, noch nicht wirklich etwas geschafft. Sobald Fred da ist, entlädt sich mein Akku aus irgendeinem Grund in Windeseile. Wie ein beschädigter Magnetstreifen auf einer Kreditkarte. Wie ein durch Tiefentladung defekter Akkumulator.

Macht mich traurig und wütend. 
Nie wieder in diesem Leben würde ich mir ein Haus kaufen, und erst recht nicht mit jemandem zusammen!!!! Vor allen Dingen: wie stellt er sich das vor: ich wohne hier drin, erziehe seinen Sohn, und schmeiße sämtliche Hausangelegenheiten alleine, während er sich eine gute Zeit in seiner Junggesellenbude macht? Und wenn Fridolin dann hier raus ist, übernimmt er das gut-gepflegte Haus, und ich suche mir etwas Anderes?!

Ich wäre so unwahrscheinlich gerne bei Pachu ........ . Zum Glück ist wieder alles ok mit uns. Bis März heißt es noch aushalten, dann sehen wir uns wieder. Dann werden wir uns beinahe ein Jahr lang nicht gesehen haben. Vier Monate haben wir schon geschafft. Nur noch sechs Monate .... .

Freitag, 16. September 2016

Der Tintenfisch Paul Oktopus

Der Tag heute?! Viel gewuppt, verdammt viel!! Müde, zufrieden.
Die Woche, seit der Bub wieder von Fred zurück war, lag der Haushaltsplan ja mehr oder weniger brach, weil's mir ein wenig zu viel war, heute habe ich alles nachgeholt - alles! Der Bub hat gut mitgeholfen.
Fred hat angefangen, einen Teil seiner Aufgaben hier am Haus zu erledigen, Er macht's ja meistens, aber es kostet unnötig viel Kraft, ihn dahin zu bekommen. Und nein, ich sehe nicht ein, dass ich der Allein-Depp hier bin, nur weil er einen auf Dickkopf macht.
Draußen haben sich die Jugendlichen aus dem Viertel zusammengerottet, und schreien in der Landschaft herum, grade nervt das ein wenig.
Der Tag war schön, mehr habe ich gerade nicht zu schreiben.
Jetzt wird's kalt, die vermutlich erste Nacht, die ich nicht mehr unter sperrangelweit geöffnetem Fenster schlafen kann.

So, noch ein bisschen lesen zum Runterkommen. Wenn ich weiter so mache wie heute, habe ich die erweiterte erweiterte Leseliste übrigens in knapp 30 Tagen schon wieder durch. Tja nun.

Sorry, kein wirklich aussagekräftiger Post - morgen wieder.

Ernährungsprotokoll


  • 1 Schale Special K mit Heidelbeeren
  • 1 Schale Toppas - Suchtmist
  • 2 Portionen Risotto mit Zucchini, Champignons und Karotten
  • 1 Quark mit Kresse
  • Artischocken
  • Marzipanhörnchen
  • Hirse-Kokos-Kuchen
  • Cappuccino (+ Euro Strafe an den Bub)

Realitätsflucht

Seit der Bub wieder von Fred zurück ist, habe ich meinen Haushaltsplan schleifen lassen. Und zack - ok, hier versinkt nix im Chaos, dazu ist die Zeit zu kurz. Aber es geht weniger geordnet weiter als die letzten Wochen.

Aktuell lese ich zehn Bücher von meiner Leseliste gleichzeitig - alle, außer Harry Potter. Ich habe mir vorgenommen, von jedem 10 Seiten pro Tag zu lesen, das sollte zu schaffen sein. Am Liebsten würde ich in meine Bücher eingesaugt werden, in die guten zumindest. Meine kleine Realitätsflucht. Irgendwann, in so etwa 5 Jahren, werde ich vielleicht fertig mit allen meinen zu lesenden Büchern.

Im Oktober ist Familientreffen. Ich hasse das. Die Leute sind nett, alle. Und no way out, meine Mutter organisiert das diesjährige Familientreffen, no way out. Stress ohne Ende. Und Ende November die Hochzeit meiner Cousine, also quasi das nächste Familientreffen, nur in gigantisch. Eine Hochzeit, die es vermutlich auf die Seiten der Lokalzeitung schaffen wird. Irgendwo in Deutschland. Keine Pointe. Seit der Bekanntgabe der Tatsache, dass es zu dieser Hochzeit kommen wird, Stressfaktor 1000 für mich! Ich mag meine Familie, eigentlich. Aber. Es stresst mich ohne Ende, aus meinem Schneckenhaus heraus zu müssen. Ich, die Gescheiterte, in einer Familie, in der sich die Erfolge der Kinder - also meiner 1000 Cousins und Cousinen - ins Unendliche stapeln. Der Olypmia-Gewinner ist in seinem Haupterwerbsjob dermaßen erfolgreich, dass die Frau neben der Versorgung der süßen kleinen Kinder eigentlich zuhause bleiben könnte, nebenbei aber selbst erfolgreich einer international renommierten Firma vorsteht (irgendwas mit Nano), Weltmeister (leider auch kein Witz), Top-Models (immernoch nicht lustig) und Stromkonzern-Betriebsleiter-und-Geschäftsführer, Professoren, Richter und Dr Dr Klinikleitung (kein haha) tauchen alle Namen auf ... außer meiner. Ich habe noch nicht mal ein Auto, keine Vorzeige-Ehe, meine Model-Maße gehen eher in Richtung Rubens-Model und ich schäme mich für meine Zähne. Meine Mutter wüsste nicht, womit sie mit mir angeben könnte. Tja nun. Beelzefrau, das schwarze Schaf. Mäh. Als Mutter des Brautmädchens stehe ich bei der Hochzeit auch noch am Rande des Mittelpunkts (irgendwie so). Die Beelzebebi wird wahrscheinlich in die Geschichte gehen als erstes Brautmädchen, das sich in der Kirche vor versammelter Manschaft in einem Tobsuchtsanfall laut schreiend auf den Boden werfen wird, weil jemand das Wort "nein" benutzt hat im Zusammenhang mit essen, trinken, Spielzeug, oder sonst irgendetwas, das gerade nicht geht, wenn man als Brautmädchen ... oder versucht hat, ihre Haare zu kämmen. Selbiges gilt phasenweise auch für die englische Zahl "nine" [nain].
Und ja, ich habe Horror vor dieser Ansammlung an way demasiado Erfolgs-Familie! Horror, Angst, Panik, Schweißausbrüche, Fieber, Durchfall.