Montag, 26. September 2016

Those Were The Days

Komische Zeit.
Kein großes Drama,
keine Tränen.
Aber trotzdem nicht ... was auch immer.
Emotionslos.
Wie vermessen von mir, Rückhalt zu erwarten, wo es bislang keinen gab.
Lächerlich.
Je mehr ich darüber nachdenke, desto weniger emotionslos kann ich bleiben.

Da wäre so viel zu schreiben.
Keine Worte.

Überlegen, wie ich mich erden kann.

Wenn ich meinen Kindern irgendwas mit auf den Weg geben möchte, dann ist es Rückhalt.
Der Rückhalt, der mir fehlt von meiner Mutter.
Nie wirklich da gewesen.
Kein Bezug. Distanziertheit.
Ich könnte genauso gut das Kind anderer Eltern sein.

Um Rat gefragt im Spezialgebiet meiner Mutter. Ja was soll sie jetzt dazu sagen?
Nichts, Mutter. Nichts.
Resignation.

Der Bub fuhr heute das erste Mal alleine mit dem Fahrrad zum weiter entfernten Bäcker.
Hat er gut gemacht! <3

Nun kommen sie doch, die Tränen.


Samstag, 24. September 2016

Zauberkelch

Ich habe heute so dermaßen viel gelesen, dass ich inzwischen bei nun mehr nur noch 27.5257 zu lesenden Seiten pro Tag bin.

Leider leider habe ich einen 10%- und einen 15%-Gutschein für den Baumarkt erhalten, der nur morgen einzulösen ist, weil verkaufsoffener Sonntag. Ich möchte so einige Spielsachen selbst basteln - Murmelbahnen, sensory bins, sensory bottles und und und. Die Einkaufsliste ist lang, das Geld knapp. Tja nun.

Der Mann arbeitet, ich wollte eigentlich noch meine To-Do-Listen-Dinger ........... und morgen früh raus ... und aufräumen ... und putzen ... und Wäsche ... und Sport .... und lesen ... und eigentlich habe ich gar keine Zeit für so etwas Profanes wie schlafen.

Edit: Sonntags-To-Do-Listen-Vorlage doch noch geschafft. Vielleicht mache ich das besser tageweise.

Julie weiß, wo die Liebe wohnt

Mit der Bebiline war ich gestern das erste (und hoffentlich nicht das letzte Mal) bei der musikalischen Früherziehung. Die Leitung der Musikschule, in der der Bub seit drei Jahren Gitarrenunterricht hat, stampfte den Kurs mehr oder weniger extra für mich aus dem Boden, weil ich mal erwähnt hatte, dass ich so gerne etwas zusammen mit der Bebiline machen würde, es aber zu den Zeiten, zu denen ich frei habe, nicht mehr wirklich Angebote gäbe. So fand gestern also eine Probestunde statt. Ich hatte erwartet, die Bebiline dauernd im Zaum halten zu müssen, während die anderen Kinder brav und artig bei ihren Eltern auf dem Schoß säßen. Ich hatte mir Tobsuchtsanfälle ausgemalt, Rumgeschreie ... . Aber was soll ich sagen?! Die Stunde war perfekt, wie es perfekter nicht geht. Alleine die Bebiline zu beobachten, wie sie die ganzen Eindrücke in sich aufsaugte und wieviel Spaß sie an ihrem Tun hatte, war jedes Geld der Welt wert. Und sie machte so perfekt mit: Klebte nicht an mir. saß alleine auf ihrem Stuhl neben mir, hörte aufmerksam den Geschichten der Musiklehrerin zu, ohne dazwischen zu plappern, sang mit, klatschte, stellte sich ordentlich an, wenn die Kinder sich Instrumente aus einem Korb nehmen durften, legte ihr Schellenband, die Rassel und das Glöckchen wieder ordentlich zurück, statt mit den Dingen um sich zu schmeißen, traute sich durchweg als einzige, mitzumachen, aber für die gute halbe Stunde sehr ausgeglichen und gut bei sich, statt so unkontrolliert wie sonst so oft. Hach ... . Hoffentlich machen die anderen Eltern auch alle den Kurs weiter. Ich möchte das so gerne weitermachen mit ihr. Vielleicht ist musikalische Früherziehung unser Treffer ins Schwarze, weil sie ansonsten eher körperbetont spielt - logisch, wenn man einen großen Bruder hat. Ich betone das deshalb so ausführlich, weil ich dieses Verhalten, um ehrlich zu sein, so nicht von meiner Tochter erwartet hatte. Ups.

Was das Sprechen angeht, spricht sie ganz plötzlich halbe Sätze. Als hätte sie sich das letzte halbe Jahr still alles angehört, ins Fäustchen gelacht, und gedacht "Ich fange erst an, wenn ich's richtig kann". Das habe ich in der Form nie erlebt.

Heute ist Lese- und Sport-Tag. Einkaufen mussten wir nicht gehen, gestern Abend war die Babysitterin da gewesen, dann hatte ich das schon erledigt. Hat was. Zu Mittag kochte ich mit der Bebiline zusammen eine Kartoffel-Kokos-Lauch-Suppe mit Lemongrass. Die Garnelen-Einlage wandelte ich ein wenig ab, indem ich diese mit Chili anbriet. "Leichtes Süppchen" trifft's ganz gut. Das Rezept gebe ich gerne auf Nachfrage weiter - sagenhaft gut.

Keine Ahnung, ob Pachu heute arbeitet?! Und wenn ja, wann? Ob ich mal anrufe?

So wirklich wach bin ich heute irgendwie nicht wirklich. Oder aber meine Augen sind zugequollen, weil ich noch dicker geworden bin?! Hm. Vielleicht kriege ich noch ein bisschen was gewuppt, wenn die Bebiline hoffentlich bald im Bett ist und morgen früh bis in die Puppen schlafen wird?! Oooops.

Ich habe mir vorgenommen, in Zukunft nur noch einen Vorsatz gleichzeitig zu bearbeiten, und diesen bis zum Ende zu verfolgen. Zuerst: abnehmen! KANN doch nicht so schwer sein. Man beachte die Ironie.

Unterm Strich: Ich habe die für mich tollsten Kinder der Welt, den tollsten Mann, ich liebe meinen schlecht-bezahlten Job, und mir geht es soweit gut. Nix zu meckern. Alles andere ist egal.

"Julie weiß, wo die Liebe wohnt" - auch so ein schönes Buch. Vielleicht werde ich ja heute irgendwann nochmal wach, dann kann ich noch viel mehr lesen.

Alabama Moon

Heute bin ich um kurz vor 5 Uhr wach geworden, und habe auch gleich mit Laufen und Lesen begonnen. Lesen funktionierte die letzten Tage aus irgendwelchen Gründen gar nicht, und es fehlte mir. Meine "35 Seiten am Tag" habe ich mir ja zum Einen gesetzt, um irgendwann mal alle Bücher hier im Haus gelesen zu haben, und rausschmeißen zu können, aber in erster Linie ja auch, um selbst ein wenig Zeit für mich zu haben. Naja, es waren ja nur ein paar Tage ohne, so ist kein großer 'Schaden' entstanden, und jetzt geht's wieder.

Der Bub ist dieses Wochenende bei Fred, Fred's Zustand ist derzeit ... besorgniserregend. Ich muss aufpassen, und mich weiterhin abgrenzen, auch wenn er mir sehr leid tut. Wenn ich mich allzu sehr da hineinziehen lasse, tut es mir nicht gut. Das alles hatten wir schon mal, und ich möchte das definitiv nicht wieder!
Andererseits haben wir ja einen gemeinsamen Sohn, der seinen Vater braucht, genau wie mich, den ich aber dort auch gut aufgehoben wissen muss. Außerdem möchte ich nicht, dass Fridolin sich für seinen Vater schämen muss. Abgesehen davon, tut es mir ja auch irgendwie leid, ihn so zu sehen.

Heute morgen war der Maler da, nächstes Wochenende werden Wohnzimmer und oberer Flur gestrichen - yeah! Fred fand wochenlang niemanden. Ich erwähnte einmal beiläufig, dass wir einen Maler suchen, zack - kannte ein Krippenvater jemanden. Ach Mann, es wäre so viel leichter für mich, wenn Fred .... . Klar, könnte ich Fred einfach machen lassen, aber es gibt halt Sachen, die müssen auch einfach laufen. Und wenn es meinen Sohn betrifft, kann ich nicht einfach zuschauen. Ich will das alles nicht mehr!!! Fridolin war vorhin ja auch mit da, richtig gut ging es ihm nicht bei Fred. Ach Mann.

Der Mann arbeitet aktuell von 6 Uhr morgens bis Mitternacht, damit er im März zu uns kommen kann. Er hat sich einen zweiten Job gesucht für extra dinero. Vorher geht leider bei mir nicht, da wir in der Krippe ein paar Eingewöhnungen haben, dann kann ich keinen Urlaub nehmen. Ohne Urlaub macht sein Besuch ja nicht wirklich Sinn, weil ich morgens um 5 Uhr aufstehen muss, und gegen 16 Uhr fertig bin, was will man da noch groß unternehmen?! Und im Januar ... Februar ... was will ich da groß Urlaub nehmen, wenn man wettertechnisch jetzt nicht so viel machen kann?! Schöner wird's hoffentlich ab März, April.

Dieses Wochenende habe ich mir nicht allzu viel vorgenommen - meine To-Do-Listen-Vorlagen überarbeiten, damit das Gerüst steht, und ich sie in Zukunft nur noch ausdrucken und geringfügig ergänzen muss. Ansonsten ausruhen, lesen, laufen und mit der Bebiline spielen, und im Haushalt das Nötigste erledigen. Nachher möchte ich vielleicht sogar noch aufs Laufband hüpfen. Vielleicht noch ein bisschen Arbeit ... mein Kopf sprudelt über vor Ideen, das wäre schade darum, wenn sie verloren gingen. Ab Freitag Nachmittag nächste Woche habe ich ja Urlaub, dann überlege ich mir wieder für jeden Tag ein Task. Zahnarzt, Einwohnermeldeamt, mein Zimmer ... .

Ansonsten ist die Stimmung hier schon ... ein bisschen ... herbstlich. Nur ein Mini-Bisschen. Meine Zähne machen mir große Sorgen. Ich muss aufpassen, mich nicht von Fred in sein schwarzes Loch ziehen zu lassen. Und mich um meine To-Do-Listen kümmern, damit komme ich auch durch Zeiten, in denen es mir vielleicht nicht so gut geht, wie aktuell. Und mit Fridolin reden. Danke für den Tipp! <3

"Alabama Moon" finde ich übrigens ein schönes Buch, ein bisschen wie "Into The Wild" für Kinder. "Der letzte Elf" liest sich auch gut.

Sonntag, 18. September 2016

Die Tagesschau

Guten Abend, meine Damen und Herren!

Die letzten Tage hatte ich wieder eine To-Do-Liste (merke: To-Do-Listen optimieren!) am Start, und siehe da: was die letzte Woche auf der Strecke geblieben war, seitdem der Bub wieder zuhause ist und die Schule angefangen hat, habe ich, auch dank meines geschenkten Urlaubstages am letzten Freitag schnell wieder eingeholt. So bin ich mit meiner Arbeit wieder auf aktuellem Stand, keine Arbeit, die sich anstaut, und ich kann ab sofort wieder mit meinem Haushaltsplan weiterarbeiten. Das Tollste an diesem Plan ist, dass ich mir die Putzfrau sparen kann, ohne mich neben Kindern und Arbeit zu sehr zu verausgaben. Und es bleibt noch maximal Zeit für mich selbst. Genial!
Aktuell zu viel Arbeit machen mir noch meine To-Do-Listen für den jeweils folgenden Tag. Da war ich so dumm, meine Vorlagen nicht abzuspeichern, so dass ich sie - noch - nicht einfach für den nächsten Tag kurz ergänzen kann, sondern quasi nochmal neu schreiben muss. Schön doof. Die To-Do-Listen muss ich noch optimieren, damit das weniger Arbeit macht, dann passt's.

Die Nacht habe ich einmal mehr schlecht geschlafen ... keine Ahnung, was zur Zeit los ist, mein schlechter Schlaf gefällt mir ganz und gar nicht. Ich schlafe spät ein, muss nachts hundertmal raus, und wache viel zu früh auf - aktuell so gegen 3.40h.

Der Tag heute war wunderschön, auf meiner To-Do-Liste habe ich so manche Pflichtaufgabe vermerkt, aber ich mache mir jeweils am Abend zuvor Gedanken, was ich selbst für mich, und was ich mit Bub und Bebi machen möchte, so ist die Liste zwar voll, und ich schaffe nicht wirklich alles, was darauf steht, aber ich kann tatsächlich im Vorfeld jede Menge freie Zeit einplanen, die ich dann auch tatsächlich für mich selbst nutze, statt - weil ich mir vorher keine Gedanken gemacht habe, die vorhandene Zeit sinnlos totzuschlagen, und wertvolle Freizeit zu vergeuden, oder vielleicht sogar zu arbeiten. Klingt pedantisch, ist es auch.  Ein paar Dinge stehen auch drauf, die ich irgendwie vor mir her schiebe. Wie gesagt: optimieren. So ziemlich das Einzige, was nicht auf meiner sagenhaft genialen Liste steht, ist ein- und ausatmen. Scherz. Natürlich.

Gemacht haben wir heute viel ... ein schönes Sonntagsfrühstück mit Obst-Joghurt, ausgiebigst die Bebiline gebadet, ich habe gelesen und Sport gemacht (!), und ja: ich war endlich mal wieder auf dem Laufband! Wir haben uns durch die Mediathek von arte Junior geguckt. Der Bub war hin und weg von den kleinen Opern-Filmchen - "Große Oper für kleine Leute", das ist auch super gemacht. Beim Googlen nach mehr stießen wir dann auch auf die Lego-Oper von BR-Klassik. So witzig! Später hatte ich dann Zeit für meine Wochen-Routine, ja, für mich ist das nach wie vor 'besonders', ohne dass ich an dieser Stelle näher darauf eingehen möchte. Ein kurzes Telefonat mit Pachu heute, gestern haben wir endlich wieder geskypt, und nebenbei noch ein paar kleine Tasks wie 'aufräumen', staubsaugen und so, aber das passt schon, inzwischen ist ja nicht mehr einmal in der Woche alles, und die übrigen Tage nix, sondern jeden Tag ein bisschen, sonntags kein "Haupt-task", und freitags ist Puffer-Tag, da hole ich alles nach, was ich die Woche nicht geschafft haben sollte (also meistens frei), und erledige ein paar kleine Dinge, die nicht im Haushaltsplan stehen, beziehungsweise Zeug, das man nicht zwingend jede Woche machen braucht. Und das Beste an meiner Liste ist, dass ich so endlich nicht mehr wie verflucht auf der Stelle trete, sondern tatsächlich 'avanzar' heißt das auf spanisch, mir fällt das deutsche Wort nicht ein. Wieso bin ich nicht schon längst auf den Trichter mit dem Haushaltsplan gekommen?!

So, Fenster zu, draußen grölt die Jugend aus dem Viertel, etwas nervig. Ich mag noch mein Buch zu Ende lesen.

Es grüßt,
Die Listen-Beelze