Montag, 3. August 2015

Zeug

Noch keine 10 Uhr, und ich habe schon ordentlich geschuftet, allem voran das hier:
Und ja, das Zeug steht an der Straße und ist noch nicht mal abgeholt, aber ich könnte direkt weiter machen mit aussortieren. Fehlt der Flurschrank, der Keller, meine Oberteile zu Ende ... und und und.
Und ja, man sieht schon, wie sich langsam aber sicher der Nebel lichtet. Bei so viel Zeug, das ich schon ausgemistet habe, muss das ja irgendwann! Inzwischen kann ich vermutlich Anteile vom Gebrauchtwarenmarkt ums Eck kaufen, die Masse der dort verkauften Waren stelle sowieso ich.

Letzte Nacht habe ich begonnen, CDs nach Kategorien zu sortieren, heute morgen dann den ersten Teil alphabetisch ins Regal geordnet. Eine sehr sinnvolle Arbeit. Mir egal.

Unglück? Welches Unglück? Ich hatte mir nach der Sache mit dem Chicano ein Liebes-Sabbatical verschrieben, um mal wieder zur Ruhe zu kommen. Dann kam aber ein hübscher Venezolaner daher, der mir schöne Augen machte, selbst aber noch nicht wirklich - nicht im Geringsten - bereit ist für eine Beziehung. Ich mal wieder alles reingeschmissen, was ich habe, und das ist viel - und direkt verkackt. Scheiße! Alles! Echt. Fast. Dabei hätte das sogar Potential gehabt. Herz hat halt Sehnsucht nach Liebe. Nähe. Halt finden. Ankommen. Dann ergreift es jeden Strohhalm, den es findet.

Einen Teil Wäsche habe ich schon zusammengelegt und direkt aufgeräumt - in aussortierte Schränke macht das viel mehr Spaß.

Termin für den Orthopäden ist gemacht. Geht so nicht weiter. Die Tabletten-Salben-Bandagen-Kur vom Hausarzt half gar nix.

Die Bebiline ist heute morgen recht fit und fröhlich, aber sie hat ja auch noch nix gegessen. Schauen wir mal, ob sie heute bitte irgendwas bei sich behält, sie scheint mir schon leichter. Arbeiten kann ich heute trotzdem nicht, selbst wenn sie heute nicht mehr kotzt, muss sie erst mal wieder normal essen. Ist halt doof, weil ich dadurch, dass ich selbständig bin, keine Kinder-Kranken-Betreuungstage habe. Falle ich also wegen (eigener oder Kinder-)Krankheit aus, geht das zum Einen von meinem Urlaub ab, zum Anderen mache ich Miese.

Ach, den Rasen habe ich seit heute morgen um 6 Uhr auch schon ausgiebig gesprengt.

So, einkaufen! Melonen kann ich diesen Sommer nicht genug bekommen. Und Bananen und Brezen für die Bebiline in der Hoffnung, dass es ihr bald besser geht. Einmal hatte sie schon Magen-Darm-Grippe, da musste ich ihr nach über einer Woche Medizin geben, dann war's prompt vorbei. Damals war's gefühlsmäßig aber nicht so heftig wie nun.

Vor dem Gehen gleich noch die nächste Ladung Wäsche anstellen .... .

Sonntag, 2. August 2015

Cut!


Nie! Wieder! Werde ich mich in diesem Leben für meine Existenz entschuldigen! Nie! Wieder! 
One-way-ticket: Raus aus meinem Leben!

Tschüss, Bub!

Nun ist er also weg, der Bub! Für knapp zwei Wochen. Und ich mit Beelzebebi alleine. Oh weh, er wird mir ja schon fehlen! Auch wenn's uns beiden sicherlich gut tun wird, mal Abstand voneinander zu haben. Heute morgen haben wir ausgeschlafen, aber so richtig, wie es sich für Ferien eben gehört. Ich habe zehneinhalb Stunden gepennt. Tatsächlich - der Schlaf der Gerechten.

Vor dem Urlaub hat der Bub noch mächtig rangeklotzt - aufgeräumt ohne Ende, aber richtig ordentlich, ohne dass ich ihn ermahnen musste.

Ich habe richtig viel geschafft - Bankzeug erledigt, rausgesucht, wie das mit dem Reisegepäck geht, an den Urlaubsort zu schicken, Wäsche gewaschen ohne Ende, die Kisten mit dem Aussortierten Zeug (bis jetzt immerhin drei Umzugskisten plus Hamsterkäfig) in die Garage geschleppt, damit es morgen bloß noch an den Straßenrand gestellt werden muss, Fridolin (und Fred) geholfen, das Zeug für ihren Urlaub rauszulegen (dann habe ich besser im Blick, was Fridolin dabei hat, Fred achtet nicht so wirklich darauf, dass Fridolin gut angezogen ist). Dann weiter, zwischendrin internationales Familientreffen organisieren, im September/Oktober bekommen wir jede Menge Besuch aus Übersee, Mail an das Feriendomizil geschickt, ob es möglich wäre, Reisegepäck vorab dorthin zu schicken, nächste Ladung Wäsche ausleeren, gleich die nächste an. Da ist ja auch schon Urlaubsvorbereitung dabei.

Beelzebebi hat immernoch Magen-Darm-Grippe und isst kaum was, deshalb wird das nix mit dem Musikfestival in der Stadt. Nicht so tragisch, auch wenn ich gerne hingegangen wäre - die Stadt voll gutgelaunter Menschen, kostenlose gute Musik, leckeres Essen ... . Aber ist halt nix für ein krankes Bebi.

Wenn der Bub nicht da ist, der ja doch gewöhnlich auch einen guten Teil nach seiner Schule immer zum Mittagessen und 'Runterkommen' in der Krippe war, nun ferienbedingt nicht kommt, kriegen die Helikoptereltern meines einen Kindes eine Krise ... von wegen, dass ihrer Tochter der Input fehlt, die Bildung (sie ist die Älteste in der Krippe, gehelikoptert und bildungs-überfordert). Sorry, liebe Eltern, ihr versteht da was grundlegend falsch ... weder ist (m)ein 8-jähriges Kind ein adäquater Maßstab für eine 2-Jährige, noch ist es in irgendeiner Weise seine Aufgabe, sich mit den Krippenkindern zu beschäftigen. Wenn er das gelegentlich aus freien Stücken tun möchte, bitte gerne. Alles Andere definitiv NEIN!

Der Abschied vom Bub war emotional. Gut. Die Bebiline hat ihm auch gewunken, bis er nicht mehr zu sehen war. So gut, dass ich sie habe, wenigstens! <333

Für die Ferien habe ich mir vorgenommen, komplett auf den Fernseher zu verzichten, im Urlaub haben wir den ja sowieso nicht an, und Twitter ein wenig zu reduzieren (so gut es geht). Der Blog bleibt offen, irgendwohin muss ich ja mit meinen vielen Gedanken!

Samstag, 1. August 2015

Tabula Rasa, die Xte

So nun ... den Bub auch mal dazu animiert, in seinem Schrank zu gucken, ob ihm irgendwelche Klamotten zu klein sind. Zur Haussammlung stelle ich außerdem den Hamsterkäfig mit raus, dann ist im Keller endlich wieder mal ein bisschen mehr Platz. Die Hamster habe ich schon gern gehabt. Wenn es an der Zeit ist, wieder Tiere anzuschaffen, dann werden es Zwergkaninchen, die haben nun genügend Auslauf unter dem Baumhaus vom Bub.

Nebenbei haben wir gerade doch noch schnell den Kleiderschrank vom Bub aussortiert, Betten abgezogen, tausende Ladungen Wäsche warten darauf, gewaschen zu werden, zusammengelegt und aufgeräumt.

Dazwischen habe ich mir eine Softshelljacke bestellt, bisschen Strandklamotten für den Urlaub - einen Strohhut und eine coole Sonnenbrille dazu - vielleicht wird aus mir ja doch noch mal was, ein paar Sneakers für den Bub und eine Badehose zusätzlich.

Zu Abend gab's ... sehr gesund ... bestellte Pizza. Ja, passt schon, das machen wir nur alle paar Monate - reicht dann aber auch wieder.

Die Bebiline zahnt - hat Durchfall ohne Ende und dementsprechend einen krebsroten Hintern, oder wahlweise Magen-Darm-Grippe.

Ab morgen geht der Bub für knappe zwei Wochen zu Fred ... ich werde ihn schon arg vermissen, auch wenn es hier zurzeit bisweilen schon ordentlich qualmt. Dann darf er heute nochmal bei mir oben schlafen, und wir spielen gleich "Siedler von Catan", hören Kinderradio und lesen "Warrior Cats" weiter. Trennung ist scheiße für Kinder!

Der Baum der Erkenntnis

Dass ich mit meiner Situation hier mehr oder weniger unzufrieden bin, ist nichts Neues.
Aber ich ergreife ja Gelegenheiten grundsätzlich gerne beim Schopf, um mich nicht in irgendeinem Schicksal zu ergeben, das mir so gar nicht zusagt. Gestern also lag endlich mal wieder der Zettel vom Gebrauchtwarenmarkt im Briefkasten - nächste Woche ist Haussammlung. Also habe ich vorhin Beelzebebi's Kleiderschrank komplett ausgemistet, da ist ja immer irgendwas, weil sie wächst und wächst. Bei der U6 lag sie größentechnisch auf der obersten Perzentile, gewichtstechnisch genau richtig - also trotz ordentlich Babyspeck genau richtig; ich schweife ab. Außerdem stehe ich mittlerweile dazu, dass ich ihr - auch wenn ich Dinge geschenkt bekomme - nicht mehr alles anziehe, nur weil sie geschenkt sind, und ich eine arme Alleinerziehende. Wie ich mich bloß selbst in diese Rolle gedrückt habe?!

Als die Bebiline dann Mittagsschlaf machte, habe ich direkt weiter ausgemistet - diesmal war ich selbst dran, und ich habe mit meinem eigenen Kleiderschrank begonnen. Die Hosen zuerst. Wie kann ein Mensch bloß so dermaßen viel Kleidung besitzen. Selbst nach diversen Entrümpelungsaktionen. So langsam lichtet sich allerdings der Nebel, hosentechnisch. Ich habe auch gute Hosen aussortiert, in die ich mich die nächsten 6 Monate eher nicht hinein hungern werde ... . Ärgerlich, nun ja. Insgesamt bin ich aktuell bei aussortierten 14 Hosen - kurze, lange, Jeans, Stoff, Freizeit, Sport ... . Es bleiben immernoch genug - knapp die Hälfte. Nebensächlich. 

Viel mehr traf mich die Erkenntnis, wie wenig ich mir selbst die letzten Monate (?) wichtig war, wie ein Faustschlag mitten ins Gesicht. Mein Schrank ist voll ... naja ... zumindest ansprechender Kleidung (eine Fashionista werde ich in diesem Leben eher nicht mehr) ... und ich laufe herum wie der letzte Depp:
- WEIL ich mir die letzten Monate nicht vorstellen konnte, in das Zeug überhaupt nur im Ansatz zu passen
- WEIL ich mir selbst nichts wert bin
- WEIL ich mich aktuell ganz und gar nicht wohl fühle in meiner Haut; um daran etwas zu ändern, hilft kein 'kleiner Stupser', dazu braucht es wohl vermutlich ... lassen wir das. Selbstkasteiung kann ich, bestens! Schindluder treiben mit mir selbst. 
Aber es fehlt ganz gewaltig: irgendwas mit

SELBST   -   WERT   -   SCHÄTZUNG

Die ist aktuell gar nicht vorhanden, ich wüsste auch nicht, wo es die zu kaufen gibt.
Vermutlich bräuchte ich dazu nicht irgendein Erfolgserlebnis, sondern müsste schaffen, abzunehmen. Und durchzuhalten dabei.

Nach all den Jahren kann und will ich mich noch immer nicht so annehmen wie ich - körperlich - bin. Weil ich weiß, dass es auch anders geht. Nur hier in Deutschland ist mir das aus naheliegenden Gründen bisher nicht im Ansatz gelungen.
Das kann ich nicht akzeptieren,
das will ich nicht akzeptieren,
das werde ich nicht akzeptieren.
Niemals!
Aber wie kann ich es schaffen?! WIE?!
Ideas?!

Keine verdammte Pointe.

Ein Beelzeplan muss her!!!


P.S.: Der Bub ist ab morgen bei Fred für knapp zwei Wochen, bis ich mit ihm und Bebi in den Urlaub fahre. Montag bis Donnerstag muss ich noch arbeiten, danach habe ich ein paar Tage frei nur mit Bebi alleine. Vielleicht kann ich dann noch was wuppen, hier im Haus, mit mir selbst, ein paar angefangene Bücher zu Ende lesen, Wäsche waschen, irgendeine Baustelle weiterbearbeiten oder abschließen, so dass unterm Strich vielleicht etwas Selbstbewusstsein für mich übrig bleibt.