Dienstag, 11. April 2017

Das Gebot der Stunde

Hallo, ich bin's, die Beelzefrau! Mich gibt's noch. Also mal für dieses eine Post. Es tut wahrhaftig Not an der Frau, mir mal so ein paar Dinge von der Seele zu schreiben, deshalb belebe ich diesen Blog hier für einen einzigen Post kurz mal wieder. Wenn ich auch dazu anmerken muss: "Wie bei Beelzes unterm Sofa" wird es in dieser Form nicht mehr geben. Der Blog hat mir lange Zeit gute Dienste geleistet, und mir viel Freude bereitet, weil es sich freier lebt, wenn man einen Ort hat, an dem man sich das ein oder andere von der Seele schreiben kann, auf dass es einen nicht mehr belasten möge. Nun war es an der Zeit, einen Schlussstrich darunter zu ziehen, mein Fokus richtet sich nun nicht mehr auf diejenigen Dinge, die nicht laufen, wie sie sollen, daher hat dieser Blog "Wie bei Beelzes unterm Sofa" in der bisherigen Form ausgedient. Ich kann euch aber sagen: Es liegt was in der Luft, lasst euch überraschen. Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten.

So. Wer meinen Twitter-Account verfolgt, wird wohl mitbekommen haben, dass sich ziemlich viel tut bei mir in letzter Zeit. Ein guter Freund aus dem wahren Leben nannte das, was hier vor ein paar Jahren mal abging, als die Ereignisse drohten, sich zu überschlagen, und ich gleich mit, den "Beelzeturbo". Nun ist dieser Turbo-Antrieb etwas, was mir ganz generell durchaus Spaß macht, etwas, was ich genieße. Ich mag's nun mal schnell, spontan, sofort, Berge versetzen, Resultate sehen. Solange ich die Kontrolle habe. Solange ich in der Lage bin, die Geschwindigkeit beizeiten anzupassen. Nach unten, auf ein moderates Tempo.

In letzter Zeit hat sich wahrlich viel getan bei mir:
  • Wir haben eine gute Schule gesucht für den Bub, und er hat es in die letzte Auswahlrunde geschafft, Mitte Mai bekommt er Bescheid, ob er an diese Schule gehen darf
  • Ich habe begonnen, meine Ernährungsweise grundlegend umzustellen
  • Vor wenigen Wochen wurde ich aus heiterem Himmel dazu gezwungen, eine körperliche Baustelle in Angriff zu nehmen, die ich lange genug vor mir her geschoben, und erfolgreich verdrängt hatte. Der Beginn ist gemacht, tut verdammt gut, kostete aber auch so einiges an Kraft.
  • Vor ein paar Tagen eröffnete sich eine weitere gesundheitliche Baustelle, die ich jetzt knapp zwei Jahre auf die lange Bank geschoben hatte, die mich aktuell ein wenig in die Knie zwingt
  • Ich habe mir ein Auto gekauft (welches ich - noch - nicht fahren kann)
  • Ich habe Freunde gebeten, mir zu helfen, so dass wir letzte Woche einen ganzen Tag in Haus und Garten arbeiteten, auf dass ich auf einen grünen Zwei komme
  • Ich habe eine Gartenbaufirma beauftragt, unseren Garten umzugestalten, und geplant, was ich wie haben möchte, Ende April wird's soweit sein
  • Ich habe eine Schaukel für die Beelzemädchen gekauft, und bin dabei, sie aufzubauen
  • Nach langer Flaute nehme ich, angeregt über den Minimalismus-Film auf Netflix, wieder die Entrümpelungsarbeit hier im Haus auf, auf dass ich irgendwann mal fertig damit bin, und es einmal minimalistisch eingerichtet werde. Beginnen möchte ich mit dem "Project 333".
  • Vor ein paar Monaten legte ich mir einen habit tracker an, ich hatte mehrfach darüber berichtet. In letzter Zeit schaffte ich nicht wirklich, diesen zu pflegen, obwohl mir die Arbeit damit sehr sehr gut tat - ein Ansatzpunkt, das wieder aufzunehmen!
  • Auch ging ich im Beruflichen an mein Limit, und darüber hinaus. Eine Medaille habe ich trotzdem nicht dafür bekommen. Was lerne ich daraus?! (...)
  • Ein Kind in der Arbeit war zuletzt sehr sehr sehr sehr einnehmend, was mich viel Kraft kostete, wodurch auch so einige andere Dinge auf der Strecke blieben.
Auf Twitter fragte mich ein liebgewonnener Follower, ob mir denn diese eine Woche Urlaub jetzt ausreiche, um mich zu erholen. Ganz ehrlich?! Die Antwort darauf macht mir ein wenig Angst.

Allerdings muss ich auch dazu sagen ... ich habe vielfach Strategien gelernt, um einen Total-Crash zu vermeiden, nun heißt es zu zeigen, dass ich diese anwenden kann.

Und das Gebot der Stunde?! Downshifting! Herunterfahren! Mich wahrnehmen, achtsam mit meinen ureigenen Ressourcen umgehen.

So, es tat mir gut, meine Gedanken an dieser für mich richtigen Stelle, mal ein bisschen sortiert zu haben. Nun geht es ein bisschen besser.

Freitag, 3. März 2017

Vorrübergehend geschlossen!

Der Blog ist vorrübergehend geschlossen. Doch ...

Heute ist nicht alle Tage, 
die Beelzes kommen wieder - keine Frage!

Sonntag, 26. Februar 2017

Tatort

Inzwischen habe ich meine Ziele für März gesetzt,
meine private Planung für die nächste Woche gemacht,
meine Essensplanung für die nächste Woche gemacht,
den habit tracker für März ausgedruckt (mit einem mega-langsamen Drucker *NERV*!!)
Betten abgezogen
Betten überzogen
habit tracker schon mal zugeschnitten etc
doch noch aufgewaschen
Frühstück vorbereitet
Lindenstraße geguckt
Weltspiegel geguckt

Tatort wollte ich ausfallen lassen, die Kritik war ja eher grottig.
Aber mir geht's beschissen.
Da kann ich sowieso nicht schlafen.
Ablenkung tut not, bevor das Herz sich überschlägt.
Oder vielleicht Gefühle zulassen?
Ach Mann, I want you back.

Angst

Angst - in mir
Angst - vor einer Zukunft ohne Liebe
Angst - ob meiner Einsamkeit
Angst - vor Überforderung
Angst - vor eine Depression
Angst - vor meiner Machtlosigkeit
Angst - in wirtschaftlicher Hinsicht
Angst - vor meinen Ansprüchen an mich selbst
Angst - nicht zu genügen, mir nicht und sonst auch niemandem
Angst - nicht zu genügen
Angst - vor Herzrasen
Angst - vor dem Nierenkackscheiß
Angst - alles nicht auf die Reihe zu bekommen
Angst - vor meiner Hilflosigkeit
Angst - vor meinem nicht vorhandenen Selbstvertrauen
Angst - vor dem Zahnarzt
Angst - vor der Angst

Feierabend

So nun ... während die Beelzemädchen Trotro gucken durfte, habe ich 
- einen Riesenberg Wäsche gemacht - wobei ich mich frage: WO KOMMT DAS ALLES HER?! 
- Mittagessen gekocht,
- Arbeitsplatte komplett abgewischt
- Küchenfronten gereinigt
- das gesamte Erdgeschoss staubgesaugt
- vier Küchenschränke aussortiert, gereinigt und neu einsortiert
- die restlichen Lebensmittel wieder in die neu eingerichteten Schränke sortiert

Zu Mittag gab es Gyros-Geschnetzeltes mit Dinkel-Vollkornnudeln. Lecker.

Aufwaschen habe ich noch nicht geschafft. Wahlweise später oder morgen. Jetzt kann ich nicht mehr. Wenn ich nicht auf meinen Körper höre, kippe ich um. Schlicht und einfach. Die Beelzemädchen habe ich zum Mittagsschlaf hingelegt, hoffentlich schläft sie lange. Bei mir ist jetzt Schicht im Schacht, Feierabend, rien ne va plus. Nieren. Schmerztablette, knockout. Gute Nacht.

Trotro

Sonntag morgen: wir haben gekuschelt, Bücher vorgelesen, sonntagsgefrühstückt.
Die Maus schauen wir heute ausnahmsweise mal schon um 9.30 Uhr, dann bleibt hinterher mehr Zeit für alles andere.
Mir ist ... abgrundtief schlecht, und alles tut weh und ich breche ab. Nieren-Mimimi.
Schnell unten das Allernötigste erledigen. Spülmaschine ausräumen, Tisch und Theke abwischen, Küchenfronten, staubsaugen, wischen, und in Arbeitszimmer und Bad staubsaugen.
Die Beelzemädchen darf währenddessen kurz "Trotro" gucken, dann wird nur noch gechillt.
Oder so.
Jedenfalls bei mir hier oben im Dachstudio irgendwas.
Ich brech ab vor Schmerzen. Fuck galore.

Samstag, 25. Februar 2017

Attacke!

Super, wenn man um 22.30 Uhr auf einmal wach und voll Power und Tatendrang ist, obwohl man gerade eben beim Lesen doch schon fast eingeschlafen wäre. 

Ach, was soll's! 
Attacke! 
Volle Kraft voraus!

Leere Behälter, Altpapiertaschen und Müllsäcke vor die Tür
Spielsachen von der Beelzebebi in meinem Zimmer eingesammelt und in eine Box
Die vor Wochen gekauften durchsichtigen Boxen von den Etiketten befreit und in ein Ordnungssystem verwandelt
Die ersten Boxen gefüllt. Ich mache da jetzt eine Wissenschaft draus. Wie so eine amerikanisch-pedantische clean mama. Schmag das. Roots, bloody roots.

Note to self für Montag: Ich brauche noch mehr durchsichtige Boxen!

Jetzt bin ich wieder wach ... viel Spaß noch mit mir, Tweeties. Ironie off.

Gregor

Ach, was soll's ... eigentlich wollte ich ja meine aktuelle Leseliste mal wieder auf weniger als 1000 Bücher gleichzeitig reduzieren ... uneigentlich sind zwei der Bücher Vorlesebücher für die Beelzemädchen, eines für den Bub und das Fachbuch lese ich nur unter der Woche. Mit dem Psycho-Gedöns komme ich nur langsam voran (also gar nicht), und das letzte Buch nervt mich so, da kann man nicht viel auf einmal lesen, sonst gehen die Augen über von der ganzen Rollerei. Dann halt doch wieder eines, mit dem ich voraussichtlich schneller vorankomme. Ich mag so Blockaden nicht. Vermutlich geht's mit den Nervbüchern dann wieder ein bisschen schneller, wenn ich jetzt mit dem vierten Gregor-Band mal wieder ein bisschen Land gewonnen habe.

Bambi

Erst 20.30 Uhr - auch mal ein schönes Gefühl, der Abend ist noch jung. Ein Tag mit viel lesen, auf der Dachterrasse rumhängen, spielen, ausruhen und "Bambi" gucken mit der Beelzemädchen. "Bambi", das Original von anno dazumal. Genial für die Bebiline, weil ja nicht viel Text ist, und sie einfach mitfühlte, und phasenweise Tränen lachte, was wiederum für mich wunderschön war, anzusehen.

Zu Abend gab es beste Reste - Nudeln von gestern und Chili von heute Mittag für das Tochterkind, gebratenen Chicorée mit Balsamico für mich. Dreimal dürft ihr raten, wer die halbe Portion Chicorée verputzte ... orrrr!

Irgendwie hat mich die Motivation gepackt. Mein Zimmer aufräumen - das Haus endlich fertig entrümpeln. Abnehmen, mein großes Ziel. Woran liegt's? Die Tatsache, dass die kommende Woche mein "Projekt zuckerfrei" losgeht, dass der Urlaub gebucht, bis dahin aber noch einiges Wasser irgendeinen großen Fluss hinunter fließt, so dass ich durchaus noch einiges erreichen kann, figurtechnisch. Und schließlich waren diese Woche ja zwei Gartenmenschen da, die Angebote müssen auch demnächst ins Haus flattern. Das ist eine riesengroße Last, die mir von den Schultern fallen wird, wenn das einfach mal professionell geplant ist. Das hält mir so einigermaßen den Rücken frei für andere Dinge, die eben auch anstehen. Wenn ich nicht Garten planen und anlegen muss, bleiben Zeit, Kraft und Motivation für 
Eigentlich wollte ich ja raus aus diesem Haus. Will ich auch immernoch. Mich verkleinern. Weniger Arbeit. Mehr Freiraum. Da das aber in absehbarer Zeit nicht möglich sein wird, sehe ich mich leider gezwungen, Geld in den Garten zu investieren, den Raum zu gestalten. Ich kann das ja nicht alles verwahrlosen lassen. Die Kinder haben ein Recht auf ein halbwegs ansprechend gestaltetes Wohnumfeld, in dem sie sich gut entwickeln können. Ich mag mich auch wohlfühlen. Fred war alles immer zu viel. Aber nein, eine Depression hatte er nie. Haha. Immer nur "muss das jetzt auch noch sein" oder wahlweise "ich finde, das braucht er nicht" in Bezug auf den Bub. Doch, Fred, ein Kind hat Bedürfnisse, und die darf es auch haben und erfüllt bekommen, damit es sich gesund entwickeln kann!!! Klar, nicht alle. Immer schön im Rahmen. Wenn ich schon so dermaßen unter diesem Dauer-Ausgebremstsein gelitten habe, wie mag es dann erst einem Kind in solch einem Zustand gehen? Ich hätte so gerne was mit Fred zusammen gemacht gehabt. Ach ... selbst verpasster Maulkorb. Ich mag jetzt nicht alte Geschichten aufwärmen, der Käse ist gegessen, mein Blick nach vorne gerichtet. Nun ja.

Eigentlich wollte ich mich ja endlich mal dem Autofahren stellen 2017. Aber vielleicht verschiebe ich das noch ein wenig nach hinten. Wirklich dringend brauche ich das aktuell nicht, und ich habe erst noch andere Ziele, die ich dringender erreichen muss und möchte, bevor ich das in Angriff nehme. Vermutlich brauche ich auch erst noch mehr (als ob welches vorhanden wäre - hahaha!) Selbstbewusstsein, um mich dem zu stellen.

Aktuell lese ich ein Buch nach dem Anderen von meiner Bücherliste aus, das tut gut. Da sind so ein paar Schmöker dabei, bei denen ich mehr als langsam vorankomme - so so zäh zu lesen, oder so ein Gschmarri. Die ausgelesenen Bücher sollte ich vielleicht auch bald mal bei Bookcrossing einspeisen und wegbringen. Bald ist wieder Trempelmarkt in der Stadt, für sowas habe ich aber keine Geduld, und nicht die Nerven. Wenn ich etwas aussortiere, so wie aktuell die alten Bebiklamotten vom Bub, dann muss das Zeug gleich weg, oder innerhalb der nächsten Tage nach dem Aussortieren. Zum Glück haben wir einen Gebrauchtwarenmarkt ums Eck, da habe ich die Sachen schnell hingebracht. Dann verdiene ich halt nix dabei, aber dafür habe ich eine Last weg. Zumal mich bei einem Trempelmarkt wieder die Zeit und der Aufwand nerven würden, und ich am Schluss vermutlich doch nicht alles los würde. So ... . Vielleicht habe ich dazu aber mal mehr Nerven, wenn ich irgendwann mal mit meinem Zimmer und dem Keller durch bin, und nicht so sehr den Druck habe, dass hier endlich klar Schiff sein soll.

Ich will meinen Mann zurück. :((

So, 21.10 Uhr, in irgendeiner Garage sägt und schweißt noch ein Nachbar. Lesen. Ich. Jetzt.

Handy aus

Mein Anspruch ist, meine Kinder vor allem durch konkretes Vorbild zu erziehen (die Beelzemädchen liegt neben mir auf dem Bett, in exakt der gleichen Beinhaltung wie ich), ihnen demokratische Güte vorzuleben, und im Zweifelsfall bei Menschen und Dingen die positive Seite zu sehen.

Lesen und kurzer Mittags-Nap. Die Beelzemädchen spielt in meinem Zimmer, räumt Zeug raus, das sie nicht rausräumen soll, bringt anderes Zeug durcheinander und irgendwie ist mir alles egal. Was kaputt ist, kann ich wegschmeißen. Ich wünschte, hier wäre es leer. Dann würde auch mein Kopf leer. Eine wohltuende Leere, nach der ich mich sehne. Platz. Minimalismus. Freiheit.

Das Handy bleibt am Wochenende aus, der Bub erreicht mich auch über Festnetz von der Oma aus.

Die vergangenen Tage habe ich meine Lebensmittelvorräte komplett aussortiert, gesichtet. Vorratsschrank, Frühstücksschrank, Keller, Kühlschrank, Gefriertruhe. Was sich alles so sammelt. Und eine Essensplanung auf die Beine gestellt, die sich gewaschen hat. Bis Dienstag werden wir einen Großteil der Vorräte aufgebraucht haben, danach geht's weiter mit "Projekt Zuckerfrei" und so wenig wie möglich Vorratshaltung. Erst mal Chili con carne ohne carne.

Unser allerbestes Jahr

Samstag Morgen, 11.30 Uhr: Die Fassade steht! Der Bub düst mit dem Zug gen Oma. Gut, dann kann ich den Kontakt zu ihr vermeiden. Funkstille, nach wie vor. Tut mir gut, nicht gedemütigt zu werden.

Der Wocheneinkauf ist getätigt bis circa Mittwoch, sowohl für die Krippe als auch für uns daheim. Bis Mittwoch steht meine private Essensplanung, Donnerstag und Freitag fehlen noch Nachmittagssnack und Abendessen. Ab Mittwoch geht's los mit "Projekt zuckerfrei". Sehr genial. Wobei mich vermutlich am meisten ein Kochbuch ansprechen würde mit vegetarischen "Rezepten" mit maximal drei Zutaten: Gebratener Chicoree, Süßkartoffeln mit Butter und Salz, gratinierter Fenchel ... . Merkste selbst, wa, Beelzefrau? Also wie dem auch sei ... meiner Mutter habe ich viel vorzuwerfen, ihre Ernährung war aber, so lange ich noch zuhause wohnte, das, wo ich jetzt wieder hin möchte. Low carb, zuckerfrei, vegetarisch, das, was sich auf neudeutsch "clean eating" schimpft, lokal, lecker. Ich kann mich nicht daran erinnern, jemals hungrig gewesen zu sein oder an irgendeinem Mangel gelitten zu haben, alles schmeckte mir (außer die Polenta mit den Algen). Und ich war niemals dick. Logisch, wovon auch. Dick wurde ich erst mit Fred. Abgehakt.

Ablenkung. Es tut so weh unter der Fassade. Die Fassade. Ob das wohl so gut ist? Der Bub hat Faschingsferien, und ist bis Dienstag bei der Oma, dann geht er in die Uni (no joke). Irgendein Seminar über Finanzen und Marktwirtschaft. Ich habe erst im April wieder Urlaub. Passt schon, so weit.

Mit der Beelzemädchen habe ich ungefähr fünf Minuten mit ihren Hasen Teetrinken gespielt, jetzt sind wieder Fußball, sumersaults und Matchbox-Autos dran. Mit ihren (also meinen) Spielzeugautos spielt sie stundenlang. Das Wochenende wird langsam, ich schwöre!! Wäsche, und ansonsten ist mein eigenes Zimmer dran, wenn ich es denn schaffe. Und die Nieren müssen heilen.

Warum ich solch einen Nonsense hier hin schreibe? Ich möchte meinen Mann zurück. Warum?! Es war nichts. Der erste Schritt in Richtung Loslassen ist getan. Ich habe mir die Finger abgehackt. Im übertragenen Sinn. Genau so fühlt es sich an. Aber. Meine Rest-Würde gehört mir. Ich kann mich nicht demütigen lassen. Ich kann mich nicht zu einem devoten Hascherl machen lassen, das bin ich nicht. Mich nicht erniedrigen zu lassen, macht einsam. Mich. Schon wieder. Wieso wollen das so viele Menschen? Ich verstehe das alles nicht. Te echo tanto de menos. I want you back, tho.

Pipiiiiii!

"Mami, Pipiiiiiii!" Ein erschütternder Schrei aus dem Kinderzimmer, oder von drei Meter neben mir. Ich lasse jedes Mal alles stehen und liegen und stürze zur Beelzemädchen, wahlweise noch ins andere Stockwerk unter Zuhilfenahme von drei Treppenstufen auf einmal, das Risiko eines Genickbruches billigend in Kauf nehmend. Wenn ich nur schaffe, das Tochterkind rechtzeitig aufs Klo zu setzen. Wobei, schon komisch, sie kann doch alleine aufs Klo gehen? "Mami, Pipiiii!" heißt im Klartext nichts anderes, als dass sie mit zusammengekniffenen Beinen da steht und muss. Ins Zimmer gestürmt, das Tochterkind hochgerissen, wohl wissend, dass es im Falle einer nassen Hose ein Pipi-Drama geben würde, das sich gewaschen hat. Die Beelzemädchen ist zweieinhalb. Sie geht jetzt seit einem Jahr (?!) aufs Klo, seit x Monaten selbständig, seit ein paar Wochen schafft sie jetzt sogar unterwegs windelfrei. Wobei ich sie so ziemlich auf jedes Klo setze, an dem wir vorbei kommen. Einen genauen Zeitpunkt, wann sie sauber war, weiß ich gar nicht, die Impulse kommen von ihr, ich unterstütze sie dabei. Mit dem um sich schlagenden Kind stürze ich ins Badezimmer. Kind rechts in der Hand, die Badezimmertür aufstoßend, den (schlafenden) Bub vom Klo schmeißend und mit der Linken den Kindersitz vom Haken reißend, setze ich das immernoch schreiende Kind auf die Toilette. Jede Sekunde zählt. Pipi-Drama erschüttert sie zutiefst, sie hat den Ehrgeiz, das zu können. (Dabei hat sie ja wirklich keinen  äußeren Druck von niemandem, in der Kinderkrippe ist sie die Erste und bisher einzige, die sich für s Klogehen interessiert)

Jetzt endlich kann nichts mehr passieren, und ich habe Zeit, dem Kind zuzuhören: "Mami, ich muss kein Pipi!!!!!! Bunny hat Pipi macht!!" Und tatsächlich, zurück im Kinderzimmer sitzt ihre Hasenmeute fein säuberlich aufgereiht auf allen auffindbaren Pottys und Töpfchen aus ihrer Kinderküche. "Mami, Bunnies haben Pipi gemacht, auf dem Töpfchen!" Uuuuups.

Donnerstag, 23. Februar 2017

Howgh!

Soll ich euch ein Geheimnis verraten?! Bombig, der Tag! Lauter liebe Kinder in der Arbeit, zufriedene Kolleginnen, glückliche Eltern, mit der Beelzemädchen habe ich heute ENDLICH Laufradfahren gelernt. Letztes Jahr im Herbst wollte sie immer nicht, das Laufrad war vielleicht auch noch eine Nummer zu groß. Heute wollte sie aus eigenem Antrieb Laufrad fahren - draufgesetzt und .... tädä!! Das klingglöckchenklingelingelingelt sogar ganz toll, das Laufrad.

Der Bub ist glücklich. Hausis schnell geschafft, kein Hobby, eine Pistole für sein Faschingskostüm - und jetzt gibt's gar keinen Fasching in der Schule. Oha. Die Lehrerinnen sind voll des Lobes für ihn, es gibt nichts auszusetzen, und er ist selbstbewusst, aber nicht überheblich - auf eine positive Weise. Er schreibt toll und strukturiert, zügig und seine Schrift ist gut, und ansonsten auch nur Lob Lob Lob. Will ich ja auch schwer hoffen.

Und sonst so? Die Nieren - am Arsch. Sport geht so nicht.

Ach ... und dann war da noch .... dieses mit dem Urlaub-Buchen. Ich freu mich so! Der Bub legte einen Freudentanz hin. Zwei Wochen dieses Mal, gleiches Hotel, ein Apartment statt eines Studios, macht preislich auch keinen großen Unterschied. Der Frühbucherrabatt allerdings schon, und mein 250€-Gutschein auch. Immens! Außerdem ist zumindest der Hinflug zeitlich entscheidend besser als im letzten Jahr. Diesmal werden wir wohl am frühen Abend im Hotel eintrudeln, und nicht einen kompletten Tag verlieren, letztes Jahr mitten in der Nacht. Der Rückflug allerdings früh am Morgen. Sehr früh. Egal, in irgendeinen sauren Apfel muss man vermutlich beißen. Wenn's weiter nix ist. Pauschalurlaub, ja. Aber auf die angenehmst mögliche Art. Kein Hotelbunker, ein hübsches kleines Hotel, Essen sehr hochwertig, und das Personal liebenswert. Pauschalurlaub ist, was man draus macht. Und der Witz überhaupt ist: billiger, als zwei Wochen hier zu Hause rumhängen ist es allemal. An den Strand legen kostet nix, und macht Spaß. Wir freuen uns so so so so!!!

Morgen ist Freitag, also schon fast Wochenende. Schau mer mal, was ich draus machen werde. Wenn ich mich endlich mal zusammenreiße, kriege ich morgen mal gleich was gebacken, dann haben wir mehr Wochenende!

Dienstag, 21. Februar 2017

Leider geil!

So nun, vielleicht sind wir jetzt (!) fertig mit unserem Curriculum für die Krippe.
Und vielleicht ist das jetzt - mit Verlaub - sehr arschgeil geworden.
Und vielleicht habe ich damit jetzt dermaßen viel Arbeit, dass ich das nächste Jahr voll ausgelastet bin. Keine Ahnung mehr, wie lange wir jetzt damit gearbeitet haben.
Und vielleicht rocken wir das Ding ab jetzt sehr derbe.
Und vielleicht habe ich jetzt damit einfach so mal nebenbei eine riesige neue Baustelle eröffnet.
Aber vielleicht ist das auch vollkommen wurscht!!






Sorry für die language .... . ;)

Schon wieder

Die Babysitterin kann nicht mehr kommen, sie fängt eine Ausbildung an. Tja nun.
Scheiße.
Klappt so gut mit ihr, sie ist so zuverlässig, die Beelzemädchen mag sie so gerne.
Heute mal vier Stunden Auszeit.
Krank.
Leer.
Oder voll?
Schlafen.
Geld für irgendeine Unternehmung habe ich sowieso nicht.
Kraft grade erst recht nicht.
Worte sind auch aus.
Alle.

Schmerzen

Ein wunderschöner Arbeitstag - so mag ich das.
Der Rest ist Schmerz.
Die Liebe ist im Eimer.
Ich gesundheitlich jetzt auch - mimimi.
Tut weh.
Alles.
Am meisten die Liebe.

Montag, 20. Februar 2017

Lass los!

"Lass los, was deinem Glück im Weg steht!" Sagt sich so leicht. Das ist so unwahrscheinlich viel. Immernoch. Oder ich sehe den Horizont nur einfach nicht. Wie auch immer. Schlafen, das wäre es. Oder die Klappe halten.

Nun habe ich nach Urlaubszielen für den Sommer geguckt. Der Bub meinte spontan, nochmal Mallorca, gleiches Hotel. Nun bin ich dieses Mal ja etliche Monate früher dran als im letzten Jahr. Und tatsächlich spiele ich mit dem Gedanken, dass wir einfach dort nochmal hinfliegen. Gleiche Ortschaft, gleiches Hotel. Ich. Zweimal am selben Ort. Aber es war so schön gewesen letztes Jahr.

ODER ABER ich lasse den Garten auf Vordermann bringen. Irgendwie muss ich ja schließlich mal vorwärts kommen, deshalb hatte ich vor ein paar Wochen mal eine Anzeige geschaltet, um Hilfe für meinen Garten zu finden. Aus den Antworten hatte ich ein paar kontaktiert, heute war die erste Frau da, mit richtig schönen Ideen. Was das wohl wieder kostet ... . Aber hilft ja alles nix. Wenn das erst mal ordentlich angelegt ist, kann ich's auch gut in Schuss halten. Manchmal muss man eben ein bisschen Geld in die Hand nehmen.

Irgendwie ist hier gerade internettechnisch der Wurm drin. Rewe, dm UND Yahoo machten Faxen, und das Internet an sich geht auch nur schlecht.

Kopfschmerzen aus der Hölle. Die schrottigen Zähne sind schuld.

Heute habe ich viel geschafft. Morgen kommt, nach mehr als acht Wochen (!) Pause, die Babysitterin wieder. Ich freue mich so!!!! Arbeitszimmer? Mein Zimmer? Oder einfach mal chillen?!?

Samstag, 18. Februar 2017

Nachtgedanken

Der Ex fragt ernsthaft, weshalb wir zum Elternabend vom Bub gehen sollen - dem letzten Grundschulelternabend. Öhm. Ja. Tja nun. Weiß auch nicht?! Meine Güte! Und ja, wenn er da schon hingeht, dann nur mit mir zusammen. Nein, er wird da definitiv hingehen. Alleine.
Er beschwerte sich, dass der Bub bei ihm 'nie' ans Handy ginge, oder auf seine WhatsApp antworte. Liegt vielleicht daran, dass er bislang nicht nur kein Interesse daran zeigte, den Bub mit Elektronik in jeglichem Sinn zu versorgen, sondern auch aktiv äußerte, wie unnötig er finde, dass der Bub Bedürfnisse jeglicher Art habe. Das erste Tastenhandy habe ich dem Bub geschenkt, das Smartphone (ein altes von mir mit gesprungenem Display) auch. Ich habe keine Probleme mit Nicht-Antworten vom Bub, bei mir geht er immer hin, schreibt mir auch von selbst, und beantwortet meine Nachrichten. Müsste der Ex halt auch mal auf die Idee kommen, mit seinem Sohn Regeln für den Umgang mit dem Smartphone zu besprechen, das kann ich nicht auch noch für ihn machen. Ich kann nicht Regeln für den Umgang mit dem Smartphone für beim Ex besprechen, das muss er schon selbst machen. Also müsste. Klar gelten die Regeln, die ich aufgestellt habe erst mal universell, daran hält er sich auch ganz prima - nix zu meckern. Wenn der Ex aber halt bestimmte Regeln hat, muss er sie halt mit ihm besprechen.

Inzwischen habe ich meine Planung für die nächste Woche aufgesetzt, also was so ansteht an Terminen für den Garten etc. Eigentlich ist Turnen mit der Beelzebebi ja alle zwei Wochen, so auch nächsten Dienstag. Nun hatte ich aber ja aufgrund fehlenden Gehalts aber seit Dezember (!) keine Babysitterin mehr mit Zeit einfach mal für mich, deshalb bin ich am Überlegen, das Turnen vielleicht ausnahmsweise einmal zu skippen, um mir selbst mal wieder Luft zu verschaffen!!! Wann war ich denn zuletzt im Kino?! Ja ok, letzte Woche war Ina Müller, stimmt auch wieder. Trotzdem.

Herrje, habe ich viel zu bloggen ... Selbstgespräche überwiegend. Mir doch egal. Hilft mir, mich zu sortieren. Muss ja keiner lesen.

Schlafen probieren? Dauert noch ein bisschen.

P.S.: Vielleicht.

Der Preis, den ich für diese Entscheidung bezahle, ist hoch. Aber ich vertraue - naiv? - einfach darauf, dass der Gewinn durch diese für uns hoffentlich richtige Entscheidung, um ein Vielfaches höher ist. Genaugenommen wage ich zu bezweifeln, dass es eine wirkliche Wahl ist, die ich habe ... bei unserer Geschichte, all dem, was die Beelzemädchen in ihrem kleinen Leben bisher erlebt hat und erleben musste, gibt es vielleicht nicht mal eine andere Option, wenn ich irgendetwas, von dem, was geschehen ist, wieder gut machen möchte, und wenn ich in diesem Leben nochmal glücklich werden möchte. (Keine Ahnung, ob noch jemand meinen Gedanken folgen kann).

Ohne jetzt ins Detail gehen zu wollen, die ersten sieben Monate meiner Schwangerschaft gab es schlicht und einfach nichts zu genießen. Die Beelzemädchen war nicht ohne Grund ein Stressbaby. Kein Platz für Vorfreude auf mein Baby, ich war alleine schwanger. Und wenn ich alleine schreibe, dann meine ich wirklich alleine. Bis auf den Bub. Normalerweise bin ich kein Fan von so Überwachungszeugs, und alles akribisch bis ins kleinste Detail wissen müssen ... aber als ich mit der Bebiline schwanger war, hatte ich eines dieser Ultraschall-Hörgeräte für die Herztöne (auch wenn ich das bei einer normalen Schwangerschaft für schwachsinnig empfinde - sorry, wenn ich damit jemandem auf den Schlips treten sollte). Das tat in dieser besonderen Situation uns gut, dem Bub und mir. Wenn ich ab und an ihre Herztöne hören konnte, war das meine kleine Oase in der ich wenigstens ein bisschen Ruhe für mich finden und eine Verbindung zu ihr herstellen konnte. Vielleicht kam sie auch stressbedingt stolze vier Wochen zu spät zur Welt. Vielleicht dachte Mutter Natur sich irgendetwas dabei, dafür bin ich ihr sehr dankbar. Wäre sie nämlich an ihrem errechneten Termin geboren worden, hätte sie mit ihrem Erzeuger zusammen Geburtstag. Puh.

Die Bebiline war de facto ein Stressbaby, die ersten Wochen oder Monate (ich weiß es nicht mehr! - haha, dann kann's nicht so schlimm gewesen sein - tatsächlich: schlimmer als die ersten sieben Monate dieser Schwangerschaft war NICHTS bisher Erlebtes) war sie ein Schreibaby. Ihr Charakter passt ab dem ersten Schrei zu der Gesamtsituation, unser Stillerlebnis ... ihre ganze Persönlichkeit.

Vielleicht ging mir das alles einfach zu schnell mit effektiv nur drei Monaten Schwangerschaft, die ich als solche genießen konnte, dann so kurz nach der Geburt wieder arbeiten - was auch jetzt noch vollkommen in Ordnung ist! Vielleicht brauchen wir einfach die Zeit jetzt, um etwas von dem zu kompensieren, was war.

Ganz rational gesehen hat die Beelzemädchen drei Blutsverwandte auf diesem Planeten, zu denen sie Kontakt hat: den Bub, meine Mutter und mich. Der Bub ist wichtig, sehr wichtig! Aber er ist auch noch ein Kind mit eigenen, kindlichen Bedürfnissen, und braucht nicht mehr Verantwortung tragen, als er kann. Dass die zwei sich heiß und innig lieben, ist wundervoll und toll, und ich hoffe, dass das immer so bleiben wird. Ich hoffe, dass die zwei einmal wichtige Bezugspersonen füreinander sind, wenn ich einmal pubertäts- und reifungsbedingt nicht mehr so eine wichtige Rolle spiele. Dass sie dann trotzdem noch einander haben. Das bedeutet aber auch, dass ich jetzt nicht den Bub in eine Verantwortung dränge, er ist schließlich kein Ersatz-Papa und -Partner. Punkt.
So, dann ... meine Mutter als dritte Blutsverwandte ... hat sich in der Schwangerschaft null um dieses Kind geschert. Im Gegenteil. Von ihr kommen mehr Worte als Taten.
Bleibe ich als Bezugsperson. Gerade deshalb empfinde ich es als so unglaublich wichtig, dass wir zwei beide einfach einen guten Bezug zueinander haben. Dass ich die Zeit nutze, um die Verbindung, die wir zueinander haben, zu stabilisieren. Wie könnte ich das denn, wenn ich sie von 7 bis 16 Uhr im Kindergarten hätte? Klar könnte ich mir vornehmen, sie früher zu holen, wenn möglich. Aber wie realistisch ist das denn? Null!

Da gäbe es schon noch das Ein oder Andere zu schreiben. Tat gut, das hier mal in Worte gefasst zu haben. Der Rest bleibt bei mir - geheim, und vielleicht muss ich jetzt erst mal Raum haben für meine Emotionen.

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Synapsen-Samstag

Irgendwie logisch, dass Kinder, die sonst am Wochenende bis 9.30 Uhr schlafen, ausgerechnet dann um 6 Uhr früh auf der Matte stehen, wenn ich zu Fortbildungszwecken um 8 Uhr aus dem Haus muss, der Babysitter aber erst auf 9 Uhr bestellt ist. Naja, ich habe zwei tolle Kinder, klappte auch so.

Ach ja, gestern Abend sah ich das erste Mal, dass die Beelzemädchen somersaults kann. Keine Ahnung, wie lange sie die schon beherrscht, ich hatte es vorher jedenfalls noch nie gesehen, und so rund, wie sie's machte, sah's auch nicht aus, als wäre es das erste Mal gewesen. Keine Ahnung, was sie sonst noch so auf Lager hat. Die Kinderärztin hatte das ja schon vor einem Jahr mal angedeutet, als ich sie wegen ihrer potenziellen Sprachentwicklungsverzögerung konsultierte. So eine tolle Kinderärztin muss man halt auch erst mal finden, die zu einem passt. Unsere Kinderärztin lässt in einem für mich ausgewogenen Maß alternative Heilmethoden ebenso zu, obwohl sie Schulmedizinerin ist. Sie rät zu den wichtigen Impfungen, sagt aber auch, welche Maßnahmen ihrer Ansicht und Erfahrung nach Humbug sind, und nichts als Modeerscheinung, so dass ich ihre Beratung definitiv ernstnehmen kann. Sie kennt den Bub von klein auf, als wir in die Gegend zogen, wie jetzt auch die Beelzemädchen. Wenn bei ihr die Sätze mit "Jetzt müssten wir aber schon mal ..." anfangen, bedeutet das auf gut deutsch "Jetzt ist die Kacke am Dampfen - Gefahr im Verzug - Handlungsbedarf". In Bezug auf den verspäteten Sprachbeginn der Beelzemädchen blieb sie auch unbeeindruckt, ermunterte mich auch, und bestärkte mich darin, die Beelzemädchen weiterhin dreisprachig zu erziehen. Ein anderer Arzt hätte uns bei der Konstellation vermutlich schon längst Logopädie oder sonst etwas aufs Auge gedrückt, oder mir Himmel und Hölle heiß gemacht. "Warten Sie mal ab, die Beelzemädchen gibt sich nicht mit halben Sachen zufrieden. So wie ich sie kennengelernt habe, ist ihr Motto 'ganz oder gar nicht'". Und sie sollte Recht behalten. Neulich beim Kinderturnen war's das Gleiche. Der Sportlehrer sagte was von "auf den Fersen laufen", "auf den Zehenspitzen", "rückwärts", "seitwärts", "Anstellschritt", und sie schien, als hätte sie noch nie irgendwas Anderes gemacht. Mal sehen, was das Tochterkind sonst noch so auf Lager hat - von dem ich bislang nichts wusste.

Der Tag heute - eine tolle Fortbildung über die Wichtigkeit und Bedeutung des Freien Spiels ... . Wasser auf meine Mühlen. Grade die Woche erzählte mir ein befreundeter Vater, dass er mit seiner 3-jährigen Tochter jetzt einmal pro Woche einen Therapiehund trifft. Auf meine geschockte Frage - beim Wort 'Therapiehund' schrillten bei mir alle Alarmglocken, ich dachte erst, das Kind sei ernsthaft krank - antwortete er, dass die Kinder mit einer Pädagogin den Wald kennenlernen. Tja nun. Dazu fällt mir tatsächlich nichts mehr ein.

Im zweiten Teil gönnte ich mir dann ... hm, wie soll ich's sagen ... schon Pädagogik auch, aber nicht jetzt speziell für meine Arbeit. Beim Thema "Vorpubertät" konnte ich mir viele Anregungen für den Bub holen, und traf ganz nebenbei eine alte Bekannte wieder. Schön war's!

Nach der Fortbildung ging's erst mal eine Kleinigkeit essen - "Vegetarische Antipasti" (low carb), und danach Tiramisu und einen Cappuccino. Und dann kam diese SCHEISSVERFLUCHTEDRECKSKACKANGSTHIJADEPUTASONOFABITCH! Herzrasen galore.

Danach war ich noch im Buchladen ... nicht im großen Buchtempel, nix Kette, sondern einem kleinen und sehr feinen, dem mit den tollen Bilderbüchern. Für den Bub kann ich ja schon länger nix mehr kaufen, am Besten ist, er sucht sich selbst aus, was er möchte, sonst ist's das Falsche. Fantasy vorzugsweise, aber nichts Brutales.

Kindergartentechnisch habe ich mich - während des Vortrags über die Wichtigkeit des Freien Spiels und die sich verbindenden Synapsen - entschieden: Die Beelzemädchen bleibt auf jeden Fall das nächste Kindergartenjahr noch bei mir!!! Definitiv. Entschieden! Dass ich sie noch nicht loslassen kann und möchte, mag dabei auch eine Rolle spielen. Alleine die Vorstellung, dass sie dann von 7 bis 16 Uhr WEG wäre ... NEIN! Und ich habe so viele Ideen noch, so viele Momente, die ich mit ihr zusammen und für sie gestalten möchte, so viel Zeit, die ich mit ihr gestalten möchte, oder auch sie ungestaltet lassen und beobachten ... . Was bleibt denn noch, wenn sie 9 Stunden am Tag weg ist? Und wenn ich mal früher aus habe?! Klar, die Babysitterin werde ich wieder öfter - regelmäßig - in Anspruch nehmen. Ab nächster Woche gibt's ja ENDLICH HOFFENTLICH WIEDER GEHALT!!!!!!

Wobei ich dazu sagen muss ... bis letzte Woche stellte sich mir die Frage ja gar nicht: "Bebiline in den Kindergarten - ja oder nein?" "Bebiline dieses Jahr in den Kindergarten oder erst später?" Bis letzte Woche galt die Devise "Wenn wir einen Platz für sie bekommen, dann geht sie. Punkt." Ich bin fest davon überzeugt, dass diese Entscheidung die für uns richtige ist.
Bis zur Schule mag ich sie aber nicht bei mir in der Krippe behalten, das wäre ja lächerlich. Bis dahin mag ich schon auch noch, dass sie im außerfamiliären Umfeld in eine Einrichtung geht, in der eine andere Bezugsperson ihr sagt, wie der Hase läuft, in der sie lernen muss, auf noch andere Menschen zu hören außer uns hier. Wie gesagt ... ich bin ja nicht gegen Kindergarten, überhaupt nicht. Nur jetzt noch nicht.
Mal abgesehen davon würde ich, sobald die Beelzemädchen in den Kindergarten geht, ja auch mehr arbeiten - noch mehr als jetzt. Das würde mir - Stand jetzt - aber alles andere als gut tun. So wie's jetzt ist, ist gut. Bevor ich meine Arbeitszeit noch weiter aufstocke, muss ich erst die ein oder andere meiner Baustellen abschließen.

Der Zwischenfall gestern mit meiner Tante in Bezug auf "Vergangenheit aufarbeiten" möchte auch noch 'bedacht' werden. Diesen Vorfall kann ich nicht einfach abhaken, ignorieren, beiseite wischen ... Aber dazu muss ich erst mal irgendwie wieder einen Zugang finden. Später.